Das Lazarett lichtet sich
Im Hinspiel setzt sich der Schwenninger Konstantin Karamatskos (Bildmitte) kraftvoll gegen zwei Crailsheimer Spieler durch. Am Samstag folgt das Rückspiel, wobei Karamatskos dort auf ehemalige Mitspieler trifft. Bild: direvi
Im Hinspiel setzt sich der Schwenninger Konstantin Karamatskos (Bildmitte) kraftvoll gegen zwei Crailsheimer Spieler durch. Am Samstag folgt das Rückspiel, wobei Karamatskos dort auf ehemalige Mitspieler trifft. Bild: direvi | Bild: Dieter Reinhardt
Regionalsport Schwarzwald
09.02.2018 18:31
Panthers Schwenningen spielen in Crailsheim. Gastgeber stecken tief im Abstiegskampf

Basketball, Regionalliga: Crailsheim Merlins II – Wiha.Panthers VS (Samstag, 15 Uhr). Zu ungewöhnlich früher Stunde müssen die Basketballer der Wiha.Panthers am Samstag nach Crailsheim. Bei den Merlins soll der 17. Sieg in Folge eingefahren werden.

Bereits um 15 Uhr wartet die zweite Mannschaft der ProA-Spitzenmannschaft Crailsheim Merlins auf die Doppelstädter. Die Mannschaft von Trainer Kai Buchmann steht derzeit mit zehn Punkten auf Platz elf und steckt noch voll im Abstiegskampf. Da mit hoher Wahrscheinlichkeit die KIT Karlsruhe Gequos aus der Pro B wieder in die Regionalliga absteigen werden, und die Liga wieder auf 14 Mannschaften verkleinert werden soll, werden wohl drei Mannschaften absteigen müssen. Der Vorsprung der Merlins auf den drittletzten Platz, den im Moment der TV Lich II belegt, beträgt lediglich zwei Punkte. Dass am Samstag ausgerechnet gegen den Spitzenreiter und klaren Favoriten wichtige Zähler im Kampf um den Klassenerhalt dazukommen, scheint unwahrscheinlich. So sprechen die Hohenloher selbst vom "einfachsten Spiel der Saison" gegen die Schwenninger, bei dem die Gastgeber nichts zu verlieren haben. Dabei kommt es auch zum Wiedersehen mit Kosta Karamatskos, der in der Saison 2013/14 für die Merlins, allerdings in der Pro A, auf Körbejagd ging.

Personell durchschreitet Merlins-Trainer Buchmann derzeit einen Engpass. Flügelspieler Eric Ross, der mit knapp 15 Punkten pro Partie bester Scorer der Zauberer ist, knickte vor zwei Wochen in Kronberg mit dem Fuß um und ist seither verletzt. Zudem fehlte auch Routinier Dalibor Cevriz zuletzt bei der Auswärtsniederlage in Kaiserslautern, die gleichzeitig der vierte Rückschlag in Folge war. Der bisher letzte Sieg stammt noch aus dem Dezember. Um den Kader aufzufüllen, griffen die Merlins zuletzt auf ihre U19 zurück, die in der NBBL (Nachwuchs-Bundesliga) erfolgreich unterwegs ist.

Bei den Panthers hingegen stehen alle Spieler zur Verfügung. Neben Kosta Karamatskos, der einen Hexenschuss auskuriert hat, wird auch Nikola Fekete wieder auflaufen können. Der Kapitän laboriert seit Wochen an einer Bänderdehnung und einem dadurch angeschwollenen Knöchel, der in dieser Woche aber gut abgeheilt ist und immer größere Belastungen zulässt.

Die Merlins haben mit rund 67 Punkten pro Partie die schwächste Offensive der Liga, wohingegen die Panthers ihren Gegnern fast 90 Punkte pro Spiel mitgeben. Nicht nur deshalb sind die Panthers klarer Favorit. Im Hinspiel deklassierte die Mannschaft von Trainer Alen Velcic die Hohenloher mit 106:57 und zeigten ihnen klar die Grenzen auf. "Im ersten Duell haben wir gezeigt, zu was wir fähig sind. Nun müssen wir diese Leistung auch auswärts in einer schönen, aber kleinen und engen Halle mit Parkettboden wiederholen. Die Fans können sehr laut werden, vor allem gegen Schwenningen", mahnt Velcic vor der Stimmung in der Hakro-Arena und unterstreicht die Bedeutung der ersten der drei nun anstehenden Auswärtsspiele. "Es ist das erste von zehn Endspielen. Wir werden den Gegner respektieren. Wir dürfen nicht wie zuletzt gegen Karlsruhe nur 26 Minuten, sondern über die kompletten 40 Minuten Vollgas geben."

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