Nächste Pleite für SV Allensbach
Teamchef Oliver Lebherz kann zufrieden sein mit seiner Mannschaft: Der SV Allensbach gewann in Freiburg mit 32:20.
Teamchef Oliver Lebherz kann zufrieden sein mit seiner Mannschaft: Der SV Allensbach gewann in Freiburg mit 32:20.
Handball
24.09.2017 19:13
Das hatte man sich beim SV Allensbach anders vorgestellt: Anstelle eines klaren Erfolges, wie von Sportvorstand Peter Liebl vor dem Spiel gefordert, gab es am Ende eine klare Niederlage gegen Bietigheim. Mit 19:26 musste sich die Mannschaft vom Bodensee gegen die Bundesligareserve deutlich geschlagen geben und findet sich nach der zweiten Niederlage aus zwei Spielen auf ungewohntem Terrain wieder – im Tabellenkeller der 3. Liga

Handball, 3. Liga Frauen

SG BBM Bietigheim II

SV Allensbach

26:19 (11:9)

Die SG BBM Bietigheim II erwies sich am Samstag nicht nur als starker Gegner, auch standen sich die Allensbacherinnen wie bereits in der Partie gegen Haunstetten selbst im Weg. Zwei verworfene Siebenmeter von Nadja Greinert und zu viele Fehlwürfe aus dem freien Spiel ließen den SVA am Samstagabend früh den Anschluss an die Gastgeberinnen verlieren. „Wir haben unser Spiel im Angriff verloren“, lautete das Fazit von SVA-Teamchef Oliver Lebherz nach der Partie. „Es war eine katastrophale Chancenauswertung. Die Fehlwürfe reichen für zwei Spiele“, kritisierte Lebherz die Offensivleistung seiner Mannschaft. Erschwerend hinzu kam die Disqualifikation von Svenja Hübner in der 38. Minute. Die bis dahin sicherste Allensbacher Torschützin (drei Treffer) wurde in einer strittigen Szene vom Platz gestellt, nachdem sie Körperkontakt zu einer SG-Spielerin bei einem Tempogegenstoß der Gastgeberinnen hatte. „Da kann man auch nur zwei Minuten geben“, bewertete Lebherz die Entscheidung. Zu diesem Zeitpunkt lag die Mannschaft vom Bodensee bereits mit fünf Treffern hinten, und danach „plätscherte die Partie nur so dahin“, so Lebherz.

Dass der Saisonstart nicht locker von der Hand gehen würde, war nach dem überraschenden Trainerwechsel zwei Wochen vor dem Auftakt abzusehen. „Wir haben Defizite im Bereich der Kraft und des Zweikampfverhaltens, die sich nicht in zwei bis drei Wochen abstellen lassen“, so Lebherz, „sowas braucht Zeit.“ Diese Defizite hatte Peter Liebl bereits vor dem Spiel in Bietigheim angesprochen. Umso verwunderlicher, dass trotz der Umstellung auf der Trainerbank und bekannter Defizite die Messlatte gegen starke Gegner wie Haunstetten und Biethigheim so hoch angesetzt wurde. Beide Teams wurden vor der Saison aus Allensbacher Sicht immerhin als Favoriten im Kampf um die Spitze genannt. Die Erwartungshaltung der Verantwortlichen gegenüber der Mannschaft und die gegenwärtige Leistungsfähigkeit passen hier wohl (noch) nicht zusammen.

SV Allensbach: Wörner (Tor); Lizureck, Person (1), Rothmund (4), Willauer (4), Müller, Bickel (2), Greinert (2), Hotz (2/1), von Kampen, Gaus (1), Hübner (3), Scholl. – Z: 85. – Bes. Vork.: Rot (38.) für Hübner.

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