VfB Friedrichshafen II "klaut" Mimmenhausen Punkt
Die Freude war groß beim VfB Friedrichshafen II nach dem 2:3 gegen Mimmenhausen.
Die Freude war groß beim VfB Friedrichshafen II nach dem 2:3 gegen Mimmenhausen. | Bild: Günter Kram/VfB Friedrichshafen
Volleyball
19.11.2017 22:25
Volleyball-Drittligist liefert dem Tabellenführer und Meisterschaftsfavoriten einen begeisternden Kampf beim 2:3 in ZF-Arena.

Volleyball, 3. Bundesliga: VfB Friedrichshafen – TSV Mimmenhausen 2:3 (25:22, 22:25, 14:25, 25:23, 10:15).

Das war ein echtes Volleyball-Derby mit Tiebreak und Rekordkulisse. Am Ende unterlag der VfB II zwar 2:3, hat aber mit Kampf- und Teamgeist dafür gesorgt, dass einer von drei Punkten in Friedrichshafen bleibt.

Die Spielstätten der beiden Drittligateams trennen nur gut 20 Kilometer. So war es für den Fanclub des Tabellenführers ein Leichtes, die „Schwarze Wand“ – so der Name der Anhänger – in der ZF-Arena aufzubauen. Die rund 200 Fans auf der Tribüne sowie die Akteure auf dem Feld sorgten für einen spannenden Volleyballkrimi. Den Friedrichshafenern gelang aus einer stabilen Annahme heraus – von Libero Fabian Kohl perfekt organisiert – ein variantenreiches Angriffsspiel und der Sieg im ersten Satz. Während die Hausherren im zweiten ihr Niveau halten konnten und erst gegen Ende unglücklich agierten, waren sie im dritten Durchgang chancenlos. Zu stark der Mimmenhausener Angriff um Spielertrainer Christian Pampel.

Es spricht für den Kampfgeist der Friedrichshafener um Zuspieler Dietrich Penner, dass sie das Kopf-an-Kopf-Rennen im vierten Satz gewannen. Nicht zuletzt, weil Jovan Markovic, Jakob Elsässer und Niklas Stooss die Gästeabwehr mit ihren starken Angriffen ins Schwimmen brachten, Fabian Feiri und Marc Moosherr die Angriffsbälle von Pampel & Co ein ums andere Mal in Blockpunkte ummünzten. Selbst „Oldie“ Burkhard Sude stand phasenweise in der Feldabwehr seinen Mann. Im fünften Satz des hochklassigen Duells mit phasenweisem Zweitliganiveau unterstrich Mimmenhausen seine Aufstiegsambitionen. Bis zum 9:9 hielt der VfB mit, dann waren Michael Kasprzak, Christian Pampel und Jonas Hoffmann nicht mehr zu halten.

„Es war wichtig zu zeigen, was wir können“, fand Coach Dominic Lehle nach dem Spiel. Und Spielertrainer Jovan Markovic fügt hinzu: „Mit so einer super Leistung, die das Team gezeigt hat, darf man knapp gegen den Tabellenführer verlieren.“ Christian Pampel war beeindruckt vom VfB-Spiel. „Wenn die Jungs weiter so gut spielen, sollten sie mehr Partien gewinnen können.“

VfB Friedrichshafen II: Penner, Moosherr, Feiri, Elsäßer, Stooss, Sude, Markovic, Kohl, Mex, Kornel, Süther.

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