Weltkindertag in Villingen: Alle sollen Spaß haben
Mit hundert bunten Luftballons schicken die Kinder an der Tannheimer Klinik symbolische Grüße in den Himmel.
Mit hundert bunten Luftballons schicken die Kinder an der Tannheimer Klinik symbolische Grüße in den Himmel. | Bild: Roland Sprich
160 Kinder feiern am Mittwochmittag den Weltkindertag im Kinder- und Jugendzentrum K3 in Villingen.
160 Kinder feiern am Mittwochmittag den Weltkindertag im Kinder- und Jugendzentrum K3 in Villingen. | Bild: Julia Horn
Maskottchen Zähri ist bei den Kindern heiß begehrt. Jeder möchte einmal seine Püschhand abklatschen.
Maskottchen Zähri ist bei den Kindern heiß begehrt. Jeder möchte einmal seine Püschhand abklatschen. | Bild: Julia Horn
VS-Villingen
20.09.2017 18:35
Der Weltkindertag wird in Villingen mit Tanz und Politik im K3 gefeiert. An der Tannheimer Klinik werden hunderte Ballongrüße in den Himmel geschickt.

Mit leuchtenden Augen lauschen Kinder den Puppen Louis und Lotta. Sie geben Maskottchen Zähri die plüschige Hand und stellen sich an, um Eis und Pizza zu holen. In der Luft liegt laute Musik und der Geruch nach Popcorn. Die Feier des internationalen Weltkindertags im Villinger Jugend- und Kulturzentrum K3 ist in vollem Gange.

"Heute sollen die Kinder einfach mal Spaß haben und gefeiert werden", sagt Anna Nufer vom Amt für Jugend, Bildung, Integration und Sport. Das Amt hat die Veranstaltung organisiert und ein buntes Programm zusammengestellt. Neben Tanzvorführungen und einem Auftritt der Junior-Band des Gymnasiums am Hoptbühl gibt es eine Fragerunde mit Oberbürgermeister Rupert Kubon und eine Filmvorführung im Gluckloch Kino.

Die Puppen Louis und Lotta führen durch den Nachmittag. Unterstützt werden die Puppenspieler Stefan Hoffmann und Christiane Käfer von den Schwenninger Schülerinnen Anna und Alessia. "Wir freuen uns, dass wir heute moderieren dürfen", sagt die elfjährige Anna. Aufgeregt sind die beiden aber trotzdem etwas – bei dem großen Publikum kein Wunder. "Es sind 160 Kinder angemeldet", sagt Nufer und freut sich, dass die Kinder aus der Bickebergschule, den Kitas Hammerstadt und Johanna Schwer sowie vom Familienzentrum Kopsbühl gekommen sind.

In der Nachsorgeklinik in Tannheim feierten 100 Kinder mit ihren Eltern und Geschwistern den Weltkindertag als rauschendes Fest. Eingeladen hat die Deutsche Kinderkrebsnachsorge – Stiftung für das chronisch krank Kind. Die Kinder, die derzeit als Patienten in der Rehaeinrichtung sind, bemalten Holzfiguren, ließen sich zum süßen Schmetterling oder gefährlichen Seeräuber schminken, drehten lustige Kreisel und produzierten Riesenseifenblasen.

Viel zu lachen gab es bei den Späßen, die Zauberer Harry Zapp – alias Erlebnispädagoge Frank Stark – mit den kleinen und großen Gästen veranstaltete. Beim gemeinsamen Drum Circle mit Karlheinz Wagner durften die Kinder große und kleine Trommeln ausprobieren und die Trommelfelle der Besucher strapazierten.

Höhepunkt der Feier war der Aufstieg von 100 bunten Luftballons. "Damit wollen wir auch einen Gruß an alle Kinder schicken, die im Himmel sind", verlieh Klinikchef Roland Wehrle der Aktion eine besondere Symbolik. Nachdem auch der letzte Luftballon nur noch als winziger kleiner Punkt zu erkennen war, der in den dunklen Regenwolken verschwand, feierten die Gäste ein großes Burgspektakel mit Zauberei und Clownerie. Bei dem durften sich die Besucher wie edle Burgfräuleins und grobe Raubritter fühlen.

Der Weltkindertag

Der internationale Weltkindertag wird in 145 Ländern gefeiert. Damit soll auf die besonderen Bedürfnisse der Kinder und auf Kinderrechte aufmerksam gemacht werden. Außerdem soll die Freundschaft unter Kindern und Jugendlichen gefördert werden. Der 21. September 1954 gilt als Geburtststunde des Weltkindertags, den die Vereinten Nationen beschlossen haben. In Deutschland wurde das Datum 20. September festgelegt. 

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