Häs-TÜV und Programmablauf: Darauf müssen die Narros achten
VS-Villingen
09.02.2018 15:06
Die Historische Narrozunft sieht sich für die Fasnettage bestens gerüstet. Und damit alle Maschgere und Mäschgerle die närrischen Tage so richtig genießen und alle Freunde der historischen Fasnet sich orientieren können, kommen von der Zunft wichtige Informationen.
  • Häs-TÜV: Beim historischen Umzug am Montagfrüh kündigen die Zunftverantwortlichen wieder Häskontrollen an. Das Hauptaugenmerk richtet sich dabei auf schlecht angezogene Hästräger und schlechte Schemen. Maschgere, die ihre Anonymität nicht wahren, müssen zudem mit einer deutlichen Ansprache durch Ratsherrn rechnen. Erster Zunftmeister Anselm Säger und Brauchtumssprecher Peter Metzger betonen unisono, dass die Zunft kein Pardon kenne, wenn die Anonymität in der Öffentlichkeit aufgegeben werde.
  • Sonntag: Am Sonntagnachmittag hat die Zehntscheuer geöffnet. Um 18 Uhr marschiert der Zunftrat gemeinsam mit der Stadt- und Bürgerwehrmusik zum Rathaus. Dort fordern Zunftmeister Anselm Säger, seine Ratskollegen und eine sicherlich große närrisch gestimmte Menschenmenge auf dem Münsterplatz von Oberbürgermeister Rupert Kubon den Stadtschlüssel ein, um die Macht im Städtle bis Dienstagnacht übernehmen zu können. Die Besucher der Schlüsselübergabe dürfen sich wieder auf so manche Überraschungen am Rathaus gefasst machen. Der große historische Umzug beginnt am Montag um 9 Uhr am Niederen Tor. Aufstellungsort ist die Bertholdstraße. Vor Umzugsbeginn kontrollieren Ratsherrn, dass Altvillingerinnen außer wirklich alten Chaisen für kleine Kinder keine anderen Transportmittel wie Leiter- oder Bollerwagen mitführen. Narros ohne Begleitung stellen sich auf dem Tonhallenvorplatz auf, sie werden von dort aus in den Umzug eingewiesen. Damit sich später kommende Narros nicht nach vorne durchdrängen, wird die Rasenfläche entlang der Bertholdstraße zwischen Gefängnis und Niedere Straße doppelt abgesperrt. Umzugsabzeichen gibt es ausschließlich nach Umzugsende beim Riettor.
  • Maschgerelauf: Bereits zum 42. Mal schallt um 14.15 Uhr der Ruf durchs Städtle: „Maschgere lauf“. Zunftmeister Anselm Säger erklärt vor dem Maschgerelauf über Lautsprecher die historische Villinger Fasnet und alle Traditionsfiguren. Die Strecke führt vom Oberen Tor zum Riettor. Da der Maschgerelauf als reine Brauchtumsveranstaltung ausgelegt ist, verweist die Zunft darauf, dass nur vorbildlich angezogene Teilnehmer mit guten Schemen mitmachen dürfen. Kinder und Mäschgerle mit Chaisen sowie Altvillingerinnen ohne Schemen können, so der Zunftrat, nicht mitlaufen.
  • Weiteres Programm: Nach dem Maschgerelauf sorgen in der Stadt Kapellen für musikalische Unterhaltung. In der Rietstraße treten die Wueschtgruppe und die Glonki-Blechtrommlern zu einem unterhaltsamen Wettkampf gegeneinander an. Der Weinbrunnen der Wueschte ist in Betrieb. Die Wueschtgruppe startet bereits am Samstag in die Fasnet. Nach einem kleinen Umzug wird gegen 14.45 Uhr der Brunnenwuescht in der Rietstraße aufgestellt. Wie immer musikalisch begleitet von der „Sackkapelle“. Die Zehntscheuer, die am Fasnetsamstag von der Wueschtgruppe mit einem neuen Konzept bewirtet wird, ist erst ab 18 Uhr für die Öffentlichkeit zugänglich. Montag und Dienstag ist die Zehntscheuer ein reines Narrostüble und ausschließlich Hästrägern der Zunft vorbehalten. Für den großen Umzug am Dienstag stellen sich die Zunft-Teilnehmer um 13 Uhr in der Bertholdstraße auf. Die historische Villinger Fasnet endet mit der Schlüsselrückgabe und dem Strohverbrennen der Wueschte vor dem Rathaus am Dienstag um Mitternacht.
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