Höhere Einnahmen: Gewerbesteuern bringen Geld in Unterkirnachs Kassen
Weitesgehend erfreuliche Zahlen präsentiert Kämmerer Lutz Kunz dem Gemeinderat Unterkirnach unter anderem bei der Vorlage der Jahresrechnung für das Jahr 2016. Die Pro-Kopf-Verschuldung berechnet er auf Grundlage der noch offenen Kredite des Gemeindehaushaltes mit einem für die Gemeinde Unterkirnach ausgesprochen niedrigen Wert von 34,27 Euro.
Weitesgehend erfreuliche Zahlen präsentiert Kämmerer Lutz Kunz dem Gemeinderat Unterkirnach unter anderem bei der Vorlage der Jahresrechnung für das Jahr 2016. Die Pro-Kopf-Verschuldung berechnet er auf Grundlage der noch offenen Kredite des Gemeindehaushaltes mit einem für die Gemeinde Unterkirnach ausgesprochen niedrigen Wert von 34,27 Euro. | Bild: Cornelia Putschbach
Unterkirnach
13.09.2017 18:12
Mehreinnahmen in Höhe von rund 660 000 Euro. Pro-Kopf-Verschuldung liegt bei 34,27 Euro.

Jahresabschlüsse des Gemeindehaushalts, der Energiegesellschaft Unterkirnach und auch der Verwaltungsbericht der Gemeinde jeweils für das Jahr 2016 standen im Mittelpunkt der öffentlichen Sitzung des Gemeinderates Unterkirnach am Dienstagabend. Viel Erfreuliches brachten die Zahlenwerke dabei zu Tage.

  • Haushalt: Die Jahresrechnung der Gemeinde Unterkirnach für das Jahr 2016 schließt mit einer Rücklagenzuführung in Höhe von rund 240 500 Euro ab. Bei der Aufstellung des Haushaltsplans ging der Gemeinderat noch von einer notwendigen Entnahme in Höhe von 14 000 Euro aus. Die Zuführung zum Vermögenshaushalt beläuft sich auf knapp 790 000 Euro und ist damit rund 265 000 Euro höher als im Haushaltsplan veranschlagt. Wesentlich verantwortlich für dieses erfreuliche Ergebnis seien, so berichteten Kämmerer Lutz Kunz und Bürgermeister Andreas Braun, Einnahmen aus der Gewerbesteuer, die um 660 000 Euro höher ausfielen als zunächst vorhergesehen. Die Verschuldung konnte um 22 000 Euro auf rund 88000 Euro gesenkt werden. Bei einer Einwohnerzahl von zum Stichtag 2566 ergibt das eine Pro-Kopf-Verschuldung von 34,27 Euro. Dies sei ein für die Gemeinde Unterkirnach vergleichsweise niedriger Wert, dem zudem eine hohe Rücklage und Vermögenswerte gegenüber ständen, freuten sich Bürgermeister, Kämmerer und auch Gemeinderat Bernhard Kuberczyk.
    Luitgard Straub dagegen mahnte, insbesondere bei der Aufstellung des Haushaltsplans für das kommende Jahr, nicht nur den Kernhaushalt, sondern auch die Finanzen der Eigenbetriebe zu berücksichtigen, die einen höheren Schuldenstand hätten. Für 2017 wird der Pro-Kopf-Wert bereits wieder höher ausfallen, kündigte Lutz Kunz an, weil die Gemeinde hohe Ausgaben bei einem Grundstückskauf hatte.
  • Verwaltungsbericht: Aus dem Zahlenwerk des Verwaltungsberichts, der einen Überblick über die Leistungsfähigkeit der Verwaltung gibt, stechen beim Vergleich zum Vorjahr insbesondere die Nutzerzahlen der Spielscheune hervor. Besuchten im Jahr 2015 noch rund 26 700 Besucher das Unterkirnacher Kinderparadies, strömten 2016 sogar knapp 32 000 Besucher dort hin. Im Wesentlichen gebe es wohl drei Ursachen für diesen Anstieg der Besucherzahlen, so Bürgermeister Andreas Braun. Zum einen habe man die Öffnungszeiten vereinheitlicht. Diese seien jetzt kein Flickenteppich mehr, sondern für die Besucher klar zu kalkulieren. Außerdem komme das neue Klettergerüst sehr gut an und vermutlich sei auch das Wetter einfach oft ungünstig für Unternehmungen im Freien gewesen.
  • Jahresabschluss Energie-Gesellschaft: Den Jahresabschluss der Energie-Gesellschaft für 2016 lag dem Gemeinderat zur Kenntnisnahme vor. Er wurde durch die EGT als Partner der Unterkirnacher Energiegesellschaft (EGU) erstellt und bereits durch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft. Die EGU erwirtschaftete vor Gewinnabführung einen Überschuss von knapp 110 000 Euro. Rund 61 000 Euro davon wurden an die Gemeindewerke Unterkirnach als Gewinn abgeführt und mit 44 000 Euro kam die Gesellschaft der Ausgleichsverpflichtung gegenüber der EGT nach. Die Stromabsatzmenge betrug rund 4,4 Millionen Kilowattstunden. 88 Prozent der Unterkirnacher Haushalte seien Kunde der EGU, erläuterte Andreas Braun weiter. Aktuell liege der Strompreis der EGU wohl im Mittelwert. Damit sei man bei Privathaushalten und kleinen Unternehmen konkurrenzfähig. Mittelfristig allerdings wolle man sich durchaus Gedanken machen, wie das Angebot zukunftsfähig gestaltet werden könne.
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