Gemeinderat positioniert sich gegen neue Werbeanlagen
Herzlich willkommen: Der Schriftzug auf dem Banner gilt jedoch nicht für weitere Werbeanlagen an dieser Stelle. Der Technische Ausschuss gab einem Vorhaben an der Einmündung der Hermann-Wiehl-Straße in die Bahnhofstraße kein Einvernehmen.
Herzlich willkommen: Der Schriftzug auf dem Banner gilt jedoch nicht für weitere Werbeanlagen an dieser Stelle. Der Technische Ausschuss gab einem Vorhaben an der Einmündung der Hermann-Wiehl-Straße in die Bahnhofstraße kein Einvernehmen. | Bild: Jens Wursthorn
St. Georgen
15.03.2018 14:33
Zu groß, zu unschön, zu sehr Ablenung für den Verkehr: Ausschuss lehnt Plakatanschlagstafeln ab.

Mit einer Anfrage, deren Zustimmung einem stadtpolitischen Signal gleichkäme, beschäftigte sich der Technische Ausschuss am Mittwoch. Den Anträgen, an der Bahnhof- und der Bundesstraße große Plakatanschlagtafeln aufzustellen, verweigerte das Gremium das Einvernehmen. Bürgermeister Michael Rieger wurde deutlich: Es sei schade, dass hier die Eigentümer so wenig Sinn für Ästhetik hätten.

Stadtbaumeister Alexander Tröndle lieferte die technischen Daten der Vorhaben. So ist auf Höhe der Einmündung von Hermann-Wiehl-Straße in die Bahnhofstraße sowohl ein unbeleuchteter als auch ein doppelseitig beleuchteter Werbeträger angedacht. Doppelseitig beleuchtet wäre auch ein Vorhaben an der Bundesstraße. Der Mindestabstand zur Straße von 2,50 Meter würde eingehalten. "Baurechtlich müssen wir zustimmen", so Tröndle. Da Straßenbauamt und Straßenverkehrsamt als Fachbehörden angehört werden, erhoffen sich Rieger und Tröndle noch Widerspruch des Landratsamtes.

Rieger begründete das mit der Situation. Die Werbeanlage, die wohl mit wechselnden Inhalten bestückt würde, liegt kurz vor der Ampel und könnte Autofahrer abzulenken. "Das lenkt ab, in dieser Dimension muss das nicht sein", assistierte Hansjörg Staiger und fragte, ob nicht eine kleinere Ausführung möglich sei. Georg Wentz wollte die Plakatwand direkt auf die Giebelseite des Gebäudes bannen, Gerhard Jäckle konnte sich mit einer Werbeanlage anfreunden, die zumindest nicht den Giebel überragt. Hans-Peter Rieckmann äußerte sich rigoroser. Eine Zustimmung setze für Grundstücksbesitzer ein Signal in Richtung Nachahmung, zumal es viele ähnliche Flächen gebe.

Schwieriger sei der Umgang mit dem Plakatantrag an der Bundesstraße auf Höhe der Parkbucht am Stadteingang aus Richtung Peterzell, räumte Tröndle ein. Denn auf der anderen Straßenseite weise der Bebauungsplan ohnehin Gewerbeflächen aus. Die Ablenkungsgefahr sei an dieser Stelle ebenfalls geboten, weil sich kurz danach vor der Ampel der Verkehr teilt, wies Barbara Bahsitta hin. Der Ausschuss versagte das Einvernehmen, die Verwaltung nimmt mit dem Besitzer Gespräche auf.

 

Zustimmung

Der Technische Ausschuss stimmte zwei Bauvorhaben zu. In einem Wohnhaus an der Schönblickstraße wird das Dach ausgebaut. Unter Einbindung einer Gaube wird der verfügbare Wohnraum um zwei Kinderzimmer erweitert. Als schönes Vorhaben lobte Bürgermeister Rieger den Neubau eines Leibgedinghauses in Peterzell. (wur)

 

Ihre Meinung ist uns wichtig
0 Kommentare