Reiselfinger Lebensheimat als bunter Narrentreff
Große Gaudi und viel Spaß gibt es bei der Hausfanset des Hauses Lebensheimat in Reiselfingen mit vielen närrischen Gästen aus der gesamten Region.
Große Gaudi und viel Spaß gibt es bei der Hausfanset des Hauses Lebensheimat in Reiselfingen mit vielen närrischen Gästen aus der gesamten Region. | Bild: Gerold Bächle
Reiselfingen
09.02.2018 19:41
Narren aus der ganzen Region feiern in Reiselfingen die Hausfasnacht mit Menschen mit Handicap.

Integration zeigt sich besonders bei Brauchtum und kulturellen Ereignissen. Ein positives Beispiel ist hier das Haus Lebensheimat in Reiselfingen. Während der närrischen Tage besuchen Narren aus dem Löffinger Ösch, aber auch aus dem Hochschwarzwald die Bewohner und bei deren Hausfasnet sind diese Narren selbstverständlich mit dabei.

Die stellvertretende Heimleiterin Natalie Scherzinger und Heimleiterin Rita Bernhard Männlin hatte den Fastnachtsabend vorbereitet und unter das Motto "Tiere" gestellt. Schon im Vorfeld waren die Bewohner mit ihren Betreuern tagelang voller Vorfreude und damit beschäftigt, sich diesem Motto anzupassen. So wurden sogar Handpuppen hergestellt. Großes Hallo kam auf, als die Löffel-Guggis, die Löffinger Hexen, die Burgkeiler, Löffinger und Göschweiler Hansele, die Goris aus Reiselfingen, die Geißenzunft Dittishausen, die Hexen aus Göschweiler und erstmals mit den Taborhexen auch die Bachmärtele Hexen aus Eisenbach kamen, um mit den Behinderten Fasnet zu feiern. Für die Musik und ordentliche Stimmung sorgte die Wälderband aus Unterbränd. Da wurde mit den Hästrägern zusammen getanzt, gelacht, gescherzt, wobei die Polonaise nicht fehlen durfte. Riesengaudi gab es beim Tiere-Spiel mit Mäuse-Muffins, Igel und Spießen – die Küche hatte sich hier große Mühe gegeben, die Bewohner aus Reiselfingen, Löffingen, Dittishausen und die vielen Gäste zu verwöhnen. Hierzu hatten die Verantwortlichen den Speisesaal in einen Narrentempel verwandelt.

„Für unsere Bewohner ist dies immer eine Riesengaudi, wenn sie mit den Hästrägern feiern können“, erklärt Heimleiterin Rita Bernhart-Männlin. Am Schmotzige Dunschdig sei es Tradition, dass die Goris, Münzlochgeister, der Ortschaftsrat und der Musikverein zum närrischen Frühstück kommen, informierte die Heimleiterin. Auf solche Veranstaltungen freuen sich die Bewohner das ganze Jahr über, wobei gerade Musik und Tanz für die geistig behinderten Bewohner Anreize sind. Berührungsängste kennen die Menschen mit Handicap nicht und gerade diese Fröhlichkeit zeichnet diesen Fasnetabend aus.

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