Henne für Manuel und Claudia beim Immendinger Fasnachtsspiel
Stolze Hennentanzgewinner und die Zunftvorderen (von links): Zeremonienmeister Karl-Heinz Zeller, Zunftmeister Peter Grieninger, Sieger Manuel von Immendingen, die Zunfträte Tobias Heine und Manuel Stärk, Siegerin Claudia derer von Hiestand, Zunftrat Bernhard Welle und Vize-Zunftmeister Sascha Zimmer. Bild: Jutta Freudig
Stolze Hennentanzgewinner und die Zunftvorderen (von links): Zeremonienmeister Karl-Heinz Zeller, Zunftmeister Peter Grieninger, Sieger Manuel von Immendingen, die Zunfträte Tobias Heine und Manuel Stärk, Siegerin Claudia derer von Hiestand, Zunftrat Bernhard Welle und Vize-Zunftmeister Sascha Zimmer. Bild: Jutta Freudig
Immendingen
09.02.2018 19:45
Das närrische Volk hat Spaß bei dem alten Fasnachtsspiel "Hennentanz" am Schmotzigen Donnerstag.

Altes, heimisches Narrenbrauchtum hat am Schmotzigen Donnerstag ein weiteres Mal Einzug gehalten in der Immendinger Fasnet. Die Narrenzunft Strumpfkugler und das närrische Volk hatten viel Spaß bei der Aufführung des "Hennentanzes", die wieder im Anschluss an den Hemdglonkerumzug auf der Bühne am Rathaus stattfand. In diesem Jahr gelang es "Manuel von Immendingen" und "Claudia derer von Hiestand", bei dem Rundtanz am Narrenbaum als Sieger hervorzugehen und die Henne zu gewinnen.

Der Braut- und Hennentanz ist ein alter Immendinger Fasnachtsbrauch aus den 1930er-Jahren, den die Narrenzunft Strumpfkugler seit der Fasnet 2017 wieder neu pflegt und der an die Tradition anknüpft, in der Fasnetzeit zu heiraten. Angeführt vom Brauchtumsbeauftragten der Zunft, Karl-Heinz Zeller und von Zunftmeister Peter Grieninger, erwarteten am Donnerstagabend sechs Zunfträte in Mänteln und Hüten, wie sie in den 50-er-Jahren von den Zunftvorderen getragen wurden, zwei närrische Brautpaare auf der Rathausbühne. Dieses Jahr waren das Nicole und Vincenzo Capobianco sowie Vanessa und Gian Luca Pinna. "Wir treten vor den Souverän aller Strumpfkugler, um unser Eheversprechen in närrischer Weise zu wiederholen", erklärte Vincenzo Capobianco. Der "hohe Rat" verlangte dafür von den Paaren jedoch zunächst die "Hingabe der althergebrachten Brauthenne". Bevor die Trauung stattfand, erklärte der Zunftmeister: "Es war früher Brauch und Sitte, dass jeweils an der Fasnet eine lustige Hochzeit stattfand, weil die Faset das höchste Fest der rechten Narren ist. Dieses Fest wurde gekrönt durch den Hennentanz." Die Brautpaare versprachen noch, "eine hochnärrische Familie" zu gründen und "Narrensome zu kriege", ehe sie vom Zunftrat eine Glocke erhielten und dann gemeinsam mit einer großen Schar von Hemdglonkern um den Narrenbaum tanzten.

Für den Hennentanz intonierte die Narrenkapelle den Narrenmarsch. Die Glocke wurde von den Brautpaaren an die Mittänzer weitergereicht. Auf ein Zeichen des Zunftmeisters hin verstummte die Musik. Das Paar, das in diesem Moment die Glocke hatte, war das Gewinnerpaar des Abends. Vom Zeremonienmeister und Zunftmeister erhielten der überglücklich strahlende Manuel und Claudia die Fasnethenne überreicht. Danach wurde das närrische Volk zum weiteren Tanz um den Narrenbaum aufgerufen und feierte noch eine Zeitlang fröhlich mit der Zunft.

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