Geisinger Katholiken feiern ihr höchstes Fest
Der geschossene Christus steht in der Mitte der Heilig-Kreuz-Kirche in Geisingen und im Mittelpunkt des Geisinger Kirchenfestes am Sonntag, 17. September.
Der geschossene Christus steht in der Mitte der Heilig-Kreuz-Kirche in Geisingen und im Mittelpunkt des Geisinger Kirchenfestes am Sonntag, 17. September. | Bild: Paul Haug
Geisingen
13.09.2017 19:39
Heilig-Kreuz-Kirche steht am Sonntag im Mittelpunkt einer langen Festtradition.

Die Geisinger Katholiken feiern am kommenden Sonntag, 17. September, das Heilig-Kreuz-Fest, es ist das höchste Geisinger Kirchenfest. Im Mittelpunkt dieses Festes steht die Heilig-Kreuz-Kirche im Westen Geisingens. Sie ist eher eine Kapelle, die ihren Ursprung aus dem 30-jährigen Krieg hat und den geschossenen Christus beherbergt. Dieser geschossene Christus ist es auch, der in den Nachfolgejahren des Religionskrieges eine Wallfahrt entstehen ließ, die einen solchen Aufschwung hatte, dass man 1741 eine Wallfahrtskirche bauen wollte. Diese Kirche wurde nie fertig gebaut, der eigentliche Altarraum wurde errichtet und blieb dann bis heute stehen. Das sogenannte Langhaus fehlt, weil zum einen der Pfarrei das Geld ausging und zum anderen die Pfarrkirche dann 1910 erweitert wurde. Am Sonntag findet um 10 Uhr ein Festgottesdienst in der Stadtkirche mit anschließender Prozession zur Kreuzkirche statt. Der Gottesdienst wird vom katholischen Kirchenchor mitgestaltet.

Der Standort der Kapelle vor den Toren von Geisingen war auch schon vor dem 30-jährigen Krieg der Standort eines Kreuzes. Bei der Gerichtsstätte stand eine offene Kapelle mit dem Gekreuzigten zwischen den beiden mitgekreuzigten Schächern. Ein betrunkener Soldat, so die Legende, zog 1633 seine Pistole und schoss der Christusfigur in den Kopf, aus der Wunde soll Blut geflossen sein. Hieraus entstand eine Wallfahrt zum geschossenen Christus in Geisingen. Die Kirchenleitung entschloss sich dann, 1741 eine geräumige Wallfahrtskirche zu bauen, da die Stadtkirche ebenfalls kein großes Gotteshaus war. Der bereits gebaute Altarraum wurde im Zuge der sogenannten Aufklärung dann als Kapelle umgebaut.

Neben dem kirchlichen Fest organisiert der katholische Kirchenchor Geisingen im Pfarrheim wieder ein weltliches Fest, das in diesem Jahr erstmals die "Draxler Buam" aus Gutmadingen umrahmen. Zum Mittagessen bieten die Chormitglieder Speisen und Getränke an, selbstverständlich gehören auch Kaffee und Kuchen zum Angebot. Bei schönem Wetter wird auch im Pfarrgarten bewirtet.

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