Ehre für Geisinger Narrenbaumspezialist Karl Kujas
Seit 55 Jahren sorgt Karl Kujas für das Umsägen und die Beschaffung des Geisinger Narrenbaumes. Narrenrat Udo Heppler (links) und Ehrennarrenrat Bernd Bendschneider bedanken sich mit einem Geschenkkorb für das 55-jährige Engagement, und da es eine Schnapszahl ist, darf auch ein Schnaps nicht fehlen.<em>Bild: Paul Haug</em>
Seit 55 Jahren sorgt Karl Kujas für das Umsägen und die Beschaffung des Geisinger Narrenbaumes. Narrenrat Udo Heppler (links) und Ehrennarrenrat Bernd Bendschneider bedanken sich mit einem Geschenkkorb für das 55-jährige Engagement, und da es eine Schnapszahl ist, darf auch ein Schnaps nicht fehlen.Bild: Paul Haug
Geisingen
09.02.2018 19:44
Besondere Ehre für einen Experten rund um den Geisinger Narrenbaum: Karl Kujas sorgt seit 55 Jahren für das Umsägen und die Beschaffung des Geisinger Narrenwahrzeichens. Jetzt ehrten ihn die Narren öffentlich für sein Engagement.

Das meist weithin sichtbare Wahrzeichen der Narren ist aufgrund seiner Größe der Narrenbaum. Jemand mit Fach- und Sachkunde sucht den Baum im Wald aus und bringt ihn zu Fall. Aber er hat mindestens meist zwei oder drei solcher Bäume im Blick. Schön gerade muss er sein, geschätzte 20 bis 32 Meter soll er lang sein, und dazu noch einen schönen Dolden haben. Und der sollte auch ganz bleiben, was nicht immer gelingt. Dies ist teilweise auch witterungsabhängig, je tiefer die Minusgrade, desto höher ist die Gefahr, dass der Dolden bricht. Die Narrenzünfte und -vereine sind daher gut beraten, wenn sie sich bei der Suche und Beschaffung des Narrenbaumes auf langjährig erfahrene Mitglieder und Freunde verlassen können. Ein solcher wurde nun beim Stellen des Geisinger Narrenbaumes mit einem Geschenkkorb geehrt: Karl Kujas.

Er ist seit sage und schreibe 55 Jahren beim Fällen des Baumes dabei und die meiste Zeit verantwortlich für die Suche des Baumes. Bis zu seinem Renteneintritt war er auch Waldarbeiter, kennt dadurch natürlich fast jeden Baum und hat mit Sicherheit schon den Narrenbaum für das nächste Jahr im Blick. Der diesjährige Geisinger Narrenbaum hat eine Länge von 28 Meter, der Dolden ist ganz.

Udo Heppler dankte im Namen der Narren auf dem Postplatz Karl Kujas für diese langjährige Arbeit und überreichte ihm einen Geschenkkorb. Beim Fällen und Transportieren des Baumes hat er natürlich Helfer. Wenn der Narrenbaum dann gefällt und geschält ist, wird er in die Wildtalstraße transportiert und wartet dort auf die Kinder, die den Baum dann durch die Straßen ziehen, bis er schließlich auf dem Postplatz als Wahrzeichen der Narren bis zum Dienstag steht. Am Nachmittag wird er dann gefällt, ehe am Abend die Hexenverbrennung auf dem Postplatz stattfindet.

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