Stimmung am närrischen Siedepunkt
Die Neuentdeckung des Zunftballs sind die beiden Kuchibolzen Simone Keller und Corinna Schaulies.
Die Neuentdeckung des Zunftballs sind die beiden Kuchibolzen Simone Keller und Corinna Schaulies.
Birgit Ranaudo (stehend) pflegt beim Zunfttratsch die Haare von Monika Hösl.
Birgit Ranaudo (stehend) pflegt beim Zunfttratsch die Haare von Monika Hösl.
Restaurantgast Bettina Feucht ist erbost. Der Service von Laurel und Hardy ist lausig. Bild: Rainer Bombardi
Restaurantgast Bettina Feucht ist erbost. Der Service von Laurel und Hardy ist lausig. Bild: Rainer Bombardi
Ralf Schneckenburger, Iganz (Markus Kuttruff) und Severin (Thomas Höfler) ziehen ein einzigartige Show ab. Bild: Rainer Bombardi
Ralf Schneckenburger, Iganz (Markus Kuttruff) und Severin (Thomas Höfler) ziehen ein einzigartige Show ab. Bild: Rainer Bombardi
Gelenkig bis ins hohe Alter: die Old Bastards der A-Jugend. Bilder: Rainer Bombardi
Gelenkig bis ins hohe Alter: die Old Bastards der A-Jugend. Bilder: Rainer Bombardi
Einen Spleen haben sie schon, die Zunfträte außer Rand und Band.
Einen Spleen haben sie schon, die Zunfträte außer Rand und Band.
Die Cheerleader der Feuerwehrkapelle heizen die Stimmung auf.
Die Cheerleader der Feuerwehrkapelle heizen die Stimmung auf.
Christoph Hofmeier und die Zunfträte auf ihrem gang zur Bühne. Bild: Rainer Bombardi
Christoph Hofmeier und die Zunfträte auf ihrem gang zur Bühne. Bild: Rainer Bombardi
Donaueschingen
09.02.2018 16:07
Sensations-Programm sorgt beim Zunftball der Schnufer in Pfohren für tolle Stimmung.

Die zweite Programmhälfte des Zunftballs 2018 war gerade 20 Minuten alt, als das Fasnachtskommando unter der Leitung von Ralf Schneckenburger und Clemens Fritschi die Stimmung schon zum Sieden gebracht hatte. Dann kam der große Auftritt von Ignaz (Markus Kuttruff) und Severin (Thomas Höfler), zwei Eschinger Urgesteinen, deren Präsenz in Pfohren einer Sensation gleichkam (siehe Akzent).

Doch auch ohne diesen Akt war der Zunftball der Schnufer in diesem Jahr sensationell gut. Überraschungsmomente, tolle Tänze, stimmungsvoller Gesang und intensive Sprechbeiträge sorgten für viel Abwechslung, die Zeit verging wie im Flug. Zunftmeister Jörg Moosmann eröffnete den Abend in Begleitung seiner Zunfträte vor dem traditionellen Bild der Hexenpyramide. Die Wasserball spielenden Riesenbabys in Windeln, Stefan Eggert und Dietmar Schlenker, unterbrachen den Zunftchef despektierlich. Die erste Überraschung war gelungen.

Danach wurde es das einzige Mal an diesem Abend ernst. Der bis vor einem Jahr als Vizezunftmeister agierende Stefan Eggert erhielt von Präsidentin Anne-Rosel Schwarz den bronzenen Verbandsorden der Schwarzwälder Narrenvereinigung für zwölf Jahre Vorstandsarbeit und diverse andere Zunft-Aktivitäten. Schwarz war baff, einen solchen Orden hatte sie noch nie einem Narren im Bademantel verliehen. Den hatte sich Eggert nach dem Baby-Spiel kurz übergezogen.

Danach ging es Schlag auf Schlag: Eggert wuchs als Ansager über sich hinaus, wagte sogar den kühnen Sprung von der Bühne auf den Hallenboden. Das Publikum tobte. Doch bis zum Schluss blieb unklar, ob er nach der Ehrung weiterhin die Zunftbälle moderieren wird.

Von den jungen Fasnettänzerinnen führte der Weg über die Aufführung der Zunfträte zu einer Premiere. Corinna Schaulies und Simone Keller traten als die beiden "Kuchibolzen" mit einer verfassten Rede der Edelfeder Gerd Dörr in Aktion und nahmen die Stadtbuslinie, Ehrenzunfträte, Zunfträte, sich selbst und vieles mehr unter die Lupe. Ein Programmgewinn, der sich auch im Tanz der "Old Bastards" der A-Jugend, dem Auftritt im Friseursalon mit Monika Hösel und Birgit Ranaudo fortsetzte. Die Landfrauen glänzten als "Laurel und Hardy" in einem Restaurant, dessen einziger Gast Bettina Feucht an den Servicefähigkeiten nahezu verzweifelte.

In Programmteil zwei wärmten Tänzerinnen einer Gastgruppe vom Turnverein Sunthausen mit ihrem Madagaskar-Tanz die Herzen des Publikums. Der Frage, ob früher alles besser war, gingen Thomas Bührig und Robert Zirlewagen in drei selbst getexteten Liedern auf den Grund. Dann eroberten die Lollipops als Feuerwehrfrauen mit einem heißen Tanz die Gunst des Publikums. Christoph Hofmeier, Robert Hasenfratz, Markus Huber und Fabian Kleiser unterhielten mit Musik auf dem Abort.

Die Schlusssequenz gehörte den Cheerleadern der Feuerwehrkapelle, die in Begleitung ihres Basketballteams einen flotten Tanz aufs Parkett legten. Noch einmal war es Stefan Eggert überlassen, die Akteure der Reihe nach zum Finalbild auf die Bühne zu holen.

 

150 Akteure dabei

Der Zunftball der Pfohrener Schnufer dauerte knapp viereinhalb Stunden und umfasste 13 Programmpunkte, an denen rund 150 Akteure beteiligt waren. Besonderheiten waren die Auftritte der auswärtigen Gäste aus Sunthausen, eine Sensation der Auftritt der Eschinger Fasnachtsurgesteine Ignaz und Severin. Der Ball fand in Anwesenheit von SNV-Präsidentin Anne-Rosel Schwarz, OB Erik Pauly, Bürgermeister Bernhard Kaiser, zahlreichen Stadträten und Lokalprominenz statt. (bom)

Ihre Meinung ist uns wichtig