Fasnacht verbindet in Riedöschingen die Generationen
Viel Spaß an der Narretei haben Steinmännle Theo Effinger und Narrenrat Papa Arthur vom Narrenverein Blauer Stein in Riedöschingen. Bild: Conny Hahn
Viel Spaß an der Narretei haben Steinmännle Theo Effinger und Narrenrat Papa Arthur vom Narrenverein Blauer Stein in Riedöschingen. Bild: Conny Hahn
Blumberg
09.02.2018 14:53
Während Arthur Effinger als Riedöschinger Narrenrat unterwegs ist, schlüpft Sohn Theo ins Steinmännlehäs

Wenn derzeit bei den tollen Tagen die Narren zuhauf durch die Straßen ziehen und bei den Umzügen ihren Schabernack treiben, sind oft gleich mehrere Generationen an der Narretei beteiligt. Wie soll es auch anders sein? Wer von klein auf gewöhnt ist, dass Mama und Papa in der fünften Jahreszeit ihre gewöhnlichen Kleider gegen bunte Kostüme oder ein traditionelles Fastnachtshäs tauschen und bei Umzügen und Veranstaltungen allerhand geboten ist, dem wird der Narrenvirus quasi mit in die Wiege gelegt.

So ähnlich war das auch bei Arthur Effinger vom Narrenverein Blauer Stein. Vor gut 20 Jahren packte ihn das Narrenfieber und er trat dem Verein bei. Da seine Tante Gisela noch ein komplettes Häs mit Maske hatte, lief er zunächst als Vulkangeist mit. Nach ein paar Jahren entschloss er sich dazu, dem Narrenrat beizutreten und tauschte sein Häs gegen ein extra angefertigtes Gewand ein.

Auch im Vorstand fühlte sich Arthur Effinger mit Elan und Leidenschaft der Narretei verpflichtet und engagierte sich zunächst als Schriftführer und anschließend bis Ende letzten Jahres sieben Jahre lang als Präsident. Unter seinem Vorsitz richtete der Verein im vergangenen Jahr die erfolgreich verlaufenen Narrentage anlässlich des 44-jährigen Vereinsbestehens aus.

Er selbst war schon früh an die närrische Zeit herangeführt worden, ist doch insbesondere seine Mutter Meta ein Fastnachtsurgestein, das immer wieder mit tollen Beiträgen bei den Programmabenden begeistert.

Nun gibt Arthur Effinger die Lust und den Spaß an der Fasnacht an seine Nachkommen weiter. Sohn Theo ist mit seinen vier Jahren bereits infiziert und schon seit dem Kinderwagenalter regelmäßig als Steinmännle bei der Dorffasnacht und den Umzügen in der näheren Umgebung mit dabei. Auch seine Frau Diana läuft gerne als Vulkangeist an der Fasnacht mit. Noch ist der zweite Sprössling etwas zu klein für ein eigenes Häs, doch auch Toni hat mit seinen sechs Wochen am Schmutzigen Donnerstag bereits erste Narrenluft schnuppern dürfen, sodass auch hier ein weiterer Freund der Narretei heranwächst.

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