250 Zuhörer bei AfD-Kundgebung in Sigmaringen
Rund 250 Teilnehmer folgten der AfD-Kundgebung auf dem Sigmaringer Leopoldsplatz.
Rund 250 Teilnehmer folgten der AfD-Kundgebung auf dem Sigmaringer Leopoldsplatz. | Bild: Hermann-Peter Steinmüller
Sigmaringen
12.09.2017 21:09
Zu einer Wahlkundgebung der AfD am Leopoldsplatz in Sigmaringen sind 250 Zuhörer gekommen. Hauptredner war Bundessprecher Jörg Meuthen.

 Ohne Zwischenfälle verlief am Dienstag die Wahlkundgebung der AfD auf dem Sigmaringer Leopoldsplatz. Den rund 250 Teilnehmern der Veranstaltung standen rund 50 Gegendemonstranten gegenüber. Für die Sicherheit der Kundgebung und der Gegenveranstaltung waren nach Polizeiauskunft 50 Einsatzkräfte verantwortlich.

Die AfD zeigte sich eineinhalb Wochen vor der Bundestagswahl siegessicher. Bei der Wahlkundgebung in Sigmaringen sprachen der AfD-Landtagsfraktions-Vorsitzende und Bundessprecher Jörg Meuthen, der Sprecher der Landespartei, Ralf Özkara, der Bundessprecher der Jungen Alternativen und Sprecher der Spitzenkandidatin Alice Weidel, Markus Frohmaier, sowie Wahlkreiskandidat Hans-Peter Hörner aus Hechingen und die stellvertretende Sigmaringer Kreisvorsitzende Andrea Zürcher.

Jörg Meuthen stellte seine Partei als konservative, freiheitliche, patriotsche Kraft vor.
Jörg Meuthen stellte seine Partei als konservative, freiheitliche, patriotsche Kraft vor. Bild: Hermann-Peter Steinmüller

Durch alle Reden zog sich teilweise massive Kritik an den bisherigen Bundestagsparteien. Im Mittelpunkt der Kritik stand Bundeskanzlerin Angela Merkel. Einzig Wahlkreiskandidat Hans-Peter Hörner nutzte die Möglichkeit, Probleme aus dem Wahlkreis Zollernalb-Sigmaringen anzusprechen. Er beklagte die aus seiner Sicht in vielen Bereichen mangelhafte Infrastruktur. Er sprach dabei besonders den Zustand der Bahnverbindung nach Stuttgart und fehlende gut ausgebaute Straßen an. Außerdem will er sich im Fall seiner Wahl für den Ausbau der Breitbandinfrastruktur einsetzen.
 

Etwa 30 Gegendemonstranten aus dem links-alternativen Lager brachten mit Pfiffen und Plakaten ihren Unmut über die AfD-Kundgebung zum Ausdruck.
Etwa 30 Gegendemonstranten aus dem links-alternativen Lager brachten mit Pfiffen und Plakaten ihren Unmut über die AfD-Kundgebung zum Ausdruck. Bild: Hermann-Peter Steinmüller

Scharfe Abrechnung

Fast zur Bestätigung der Ausführungen Hörners kam Jörg Meuthen über eine Stunde zu spät. Er stand auf der B 27 bei Tübingen im Stau. Als Hauptredner nutzte Meuthen seine Rede zu einer scharfen Abrechnung mit den bisherigen Parteien, die er als "Kartellparteien" bezeichnete. Seine Attacken wurden von den Zuhörern teilweise mit Gelächter und mit prasselndem Beifall aufgenommen. Er schien den Nerv seiner Zuhörer voll getroffen zu haben.

 

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