Stegstreckerzunft übernimmt Rathausgewalt
Ohne Stadtmusik wäre die Fasnet nur halb so schön. <em>Bild: Jürgen Witt</em>
Ohne Stadtmusik wäre die Fasnet nur halb so schön. Bild: Jürgen Witt | Bild: Jürgen Witt
In 40 Minuten wuchteten die Mitglieder der Hexengruppe den Narrenbaum auf dem Marktplatz in die Höhe. <em>Bild: Jürgen Witt</em>
In 40 Minuten wuchteten die Mitglieder der Hexengruppe den Narrenbaum auf dem Marktplatz in die Höhe. Bild: Jürgen Witt | Bild: Jürgen Witt
Beim Ochseneinspannwettbewerb der Schulen wurden die Teams von ihren Klassenkameraden angefeuert.
Beim Ochseneinspannwettbewerb der Schulen wurden die Teams von ihren Klassenkameraden angefeuert. | Bild: Siegfried Volk
Der Pfullendorfer Narrenmarsch reaktiviert die müden Glieder, und regt zum Mithüpfen an.
Der Pfullendorfer Narrenmarsch reaktiviert die müden Glieder, und regt zum Mithüpfen an. | Bild: Siegfried Volk
Stegstreckerchef Andreas Narr feuerte seine Truppe (rechts) beim Ochseneinspannwettbewerb gegen die Verwaltung an und peitschte seine Narren zum Sieg. Als Lohn gab es später den Rathausschlüssel von Bürgermeister Thomas Kugler (links). <em>Bilder: Siegfried Volk</em>
Stegstreckerchef Andreas Narr feuerte seine Truppe (rechts) beim Ochseneinspannwettbewerb gegen die Verwaltung an und peitschte seine Narren zum Sieg. Als Lohn gab es später den Rathausschlüssel von Bürgermeister Thomas Kugler (links). Bilder: Siegfried Volk | Bild: Siegfried Volk
Pfullendorf
08.02.2018 15:36
Die Stegstreckerzunft hat auch in Pfullendorf die Macht übernommen.

Als Fitnessetruppe präsentierte sich die Stadtverwaltung beim gestrigen Rathaussturm auf dem Marktplatz, die von der Bürgerwehr mit einem Kanonenschuss aus ihrem Tiefschlaf gerissen wurde, wie Stegstreckerchef Andreas Narr mutmaßte. "Man hat uns beim Schaffen unterbrochen", widersprach Rathauschef Thomas Kugler. "Hoffnungslos wärt ihr gefordert, vom ersta Tag a überfordert", schleuderte Kugler den närrischen Freibiertrinkern, Leichtmatrosen und Muckenfänger entgegen, die doch tatsächlich das Rathaus übernehmen wollten. "Dr Kaiser wird it geschlosse, sondern zum Parlamentssitz erhobe und de Marktplatz als närrische Sonderverwaltungszone schnell annektiert", präsentierte Narrenchef Narr seine närrischen Verwaltungspläne und "die Innenstadt wird jeden Tag mit me Umzug belebt."



» alle Bilder ansehen

"In unserer Stadt ist alles klar und paletti, s' funktioniert durch uns alles, auch ganz ohne Konfetti", hielt Kugler seinen Machtanspruch aufrecht. Letztlich musste ein Ochseneinspannwettbewerb zwischen einem Zunftsextett und der Verwaltung über die städtische Herrschaft entscheiden. Im Probelauf hatten die Beamten und Angestellten mit ihrem Ochsen "Karl" die Nase vorn, um dann im Finale vom närrischen Gefährt "Heinz" überholt zu werden. "Wir geben uns geschlagen, wir sind fair und tolerant, dass ihr gewonnen habt, versteht eh keiner hier im Land", übergab der geschlagene Schultes den Rathausschlüssel an den triumphierenden Stegstreckerchef, der getreu dem Narrenmotto "Alleweil a wengele meh" die Narrenherrschaft über ein bis zwei Wochen über Aschermittwoch hinaus aufrechterhalten will.

Beim Ochseneinspannwettbewerb der Schulen auf dem Marktplatz hatte vor dem Rathaussturm die Realschule ihren Vorjahrestriumph mit einem souveränen Sieg gegen die Werkrealschule und im "kleinen Finale" wuchtete das sechsköpfige Team der Kasimir-Walchner-Schule den hölzernen Ochsen schneller als das Staufer-Gymnasium zum Hechtbrunnen. Im Anschluss hatten die Schüler ihren Spaß bei ihrer Party im "Moccafloor", wo die Security über die Einhaltung der Jugendschutzregeln achtete. Bis zum Aufstellen des Narrenbaums blieb auch den erwachsenen Narren noch ausreichend Zeit für eine kleine oder größere Stärkung.



» alle Bilder ansehen

 

Ihre Meinung ist uns wichtig
0 Kommentare