Wasserschöpfer stürmen Rathaus
Der Nachwuchs der Schwenninger Narren überzeugt bei der Miniplaybackshow in der Heuberghalle. Theresa Raiber und Karin Mattes organisierten diese Show perfekt. Das Bild zeigt stehend (von links): Ben Graf, Theresa Raiber, Moritz Siber, Lina Siber, Denice Straub, Lena Gallus und Karin Mattes. Vorne (von links): Julia Deufel, Josefine Fritz, Hannah Raiber, Leonie Straub, Emily Alber und Emily Dilger. <em>Bilder: Wilfried Koch</em>
Der Nachwuchs der Schwenninger Narren überzeugt bei der Miniplaybackshow in der Heuberghalle. Theresa Raiber und Karin Mattes organisierten diese Show perfekt. Das Bild zeigt stehend (von links): Ben Graf, Theresa Raiber, Moritz Siber, Lina Siber, Denice Straub, Lena Gallus und Karin Mattes. Vorne (von links): Julia Deufel, Josefine Fritz, Hannah Raiber, Leonie Straub, Emily Alber und Emily Dilger. Bilder: Wilfried Koch
30 Froner der Wasserschöpferzunft stellen am Schmotzigen Dunnschtig unter Leitung von Setzmeister Marcus Greber den Narrenbaum traditionsgemäß mit Schwalben und Manneskraft.
30 Froner der Wasserschöpferzunft stellen am Schmotzigen Dunnschtig unter Leitung von Setzmeister Marcus Greber den Narrenbaum traditionsgemäß mit Schwalben und Manneskraft.
Die Gugge "Gib Alles" ist am Schmotzigen mit ihrem Häuptling Michael Steidle von morgens bis abends im Großeinsatz.
Die Gugge "Gib Alles" ist am Schmotzigen mit ihrem Häuptling Michael Steidle von morgens bis abends im Großeinsatz.
Die Schornsteinfegerinnen vom Schwenninger Rothaus werden auch am Rosenmontagsumzug teilnehmen. Mit dabei sind (von links): Friederike Kögel, Rita Bosch, Sonja Dreher und Roswitha Beck. Und vorne: Chiara Aloia (links) und Sabrina Löffler.
Die Schornsteinfegerinnen vom Schwenninger Rothaus werden auch am Rosenmontagsumzug teilnehmen. Mit dabei sind (von links): Friederike Kögel, Rita Bosch, Sonja Dreher und Roswitha Beck. Und vorne: Chiara Aloia (links) und Sabrina Löffler.
Im Kindergarten warteten die jüngsten Narren zusammen mit ihren Erzieherinnen im Pipi-Langstrumpf-Look schon auf ihre Befreiung durch die Wasserschöpfer.
Im Kindergarten warteten die jüngsten Narren zusammen mit ihren Erzieherinnen im Pipi-Langstrumpf-Look schon auf ihre Befreiung durch die Wasserschöpfer.
Zunftmeister Raimund Glückler nimmt ein Küsschen von Rathaus-Mitarbeiterin Chiara Aloia entgegen. Sabrina Löffler ist derweil in Wartestellung.
Zunftmeister Raimund Glückler nimmt ein Küsschen von Rathaus-Mitarbeiterin Chiara Aloia entgegen. Sabrina Löffler ist derweil in Wartestellung.
Büttel Marcel Greber fordert lautstark von der Bürgermeisterin die Herausgabe des Rathausschlüssels. Narrenrätin Margit Kuri las im Anschluss dem Rathausteam im Saal die Leviten.
Büttel Marcel Greber fordert lautstark von der Bürgermeisterin die Herausgabe des Rathausschlüssels. Narrenrätin Margit Kuri las im Anschluss dem Rathausteam im Saal die Leviten.
Schwenningen
09.02.2018 16:57
Die Wasserschöpfer war am Schmotzigen Dunnschtig wieder bestens gelaunt und voll in Fahrt. Nach dem Wecken der Gugge am frühen Morgen stand die Eroberung des Rathauses auf dem Programm. Die Gugge "Gib Alles" sorgte dabei mit ihrem Häuptling Michael Steidle für ohrenbetörenden Lärm.

Die gesamte Rothaus-Crew, angeführt von Bürgermeisterin Roswitha Beck, schaute zum Rothaus im Schornsteinfeger-Look heraus, als Büttel Marcel Greber zur Vertreibung der Rathaus-Damen kam. "S`ganz Johr haltet se eis Schwenninger Bürger zum Narra, aber jetzt a dera Fasnet lammer eis des ganz gwies nimme gfalla", rief er der "Schultussy" und ihrem Team lautstark entgegen.

"Für Narren keinen Zutritt" und: "Hier regieret die Vernunft" war groß auf Plakaten am Eingang zu lesen. Roswitha Beck forderte die Wasserschöpfer dazu auf, mehrere von ihr angestimmte Fasnetslieder weiter zu singen, darunter war der aus Stetten a.k.M. stammenden Mitarbeiterin Sonja Dreher zuliebe sogar der Johann-Jakob-Scheiffele-Marsch der Bockzunft. Nach dieser bestandenen Prüfung musste sich der Büttel den Rathausschlüssel über eine Leiter aus dem Fenster im Obergeschoss abholen. Dann war Party angesagt im Rathaussaal: Die charmanten Schornsteinfegerinnen sangen unterstützt durch Hausmeister Jürgen Kathofer einen fetzigen Text zur Melodie "Uff da schwäbische Eisabahna". Die Fasnets-Küsserei vom Zunftmeister Raimund wurde von den Schwarzen vom Rothaus ganz besonders besungen mit Zeilen wie: "Au da Mädle dät was fehla, des weand mir au it verhehla, für d`Mädle isch`s an Hochgenuss, äll Johr vom Raimund so ein Kuss."

Bürgermeisterin Beck und ihre Frauen durften sich dann die traditionelle Rede der Säcklesmeisterin Margit Kuri anhören: "A neues Vereins-Stüble sollt dringend her. Ob wohl die Wohnung im Pfarrhaus vom neua Zahnarzt was wär." Oder: "Eiserm Greber Marcus träumt es schon lang vom a Vereinsheim im benachbarten Farrenstall, da wird je grad wie wild investiert, ob sich des für dia paar Maschine vom Bauhof au rentiert?" Mit diesen Sprüchen forderte Kuri die Gemeinde auf, den Wasserschöpfern ein neues Vereinsheim zur Verfügung zu stellen, weil das bisherige nicht mehr lang bewohnbar ist. Nach dem dreifachen "Wasser-Schöpfer" und "Kemmat-Feger" feierten alle zusammen mit Sekt und Brezeln und bei der Polonaise.

Nächste Stationen der Narren waren Volksbank, Kindergarten und die Schule. Auch dort zogen die Hästräger zusammen mit der Gugge durch die Räume und befreiten die Schüler. Die Froner stellten am Nachmittag vor der Heuberghalle den Narrenbaum. Danach feierten alle in der Heuberghalle und Karin Mattes und Theresa Raiber luden zur Mini-Playback-Show.

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