Eto Magnetic: Neubau für mehr Wachstum
Beim Richtfest zur Halle vier der Firma Eto Magnetic (von links): Bauleiter Mario Mayr, Polier Werner Schüle, Projektleiter Haustechnik Jürgen Schoner, Lisa Bischoff und Michael Martin vom Architekturbüro AIP, Eto-Geschäftsführer Michael Schwabe und Bürgermeisterstellvertreter Werner Gaiser.
Beim Richtfest zur Halle vier der Firma Eto Magnetic (von links): Bauleiter Mario Mayr, Polier Werner Schüle, Projektleiter Haustechnik Jürgen Schoner, Lisa Bischoff und Michael Martin vom Architekturbüro AIP, Eto-Geschäftsführer Michael Schwabe und Bürgermeisterstellvertreter Werner Gaiser. | Bild: Stephan Freißmann
Stockach
16.04.2018 18:07
Der größte Stockacher Arbeitgeber feiert ein Richtfest für seine Erweiterung. Das Unternehmen investiert 3,5 Millionen Euro in die neue Halle.

Der größte Arbeitgeber der Stadt wächst weiter: Das Unternehmen Eto Megnetic, das derzeit laut Geschäftsführer Michael Schwabe etwa 1150 Menschen am Stammsitz in Stockach beschäftigt, hat gestern das Richtfest zu einem Erweiterungsbau gefeiert. In der neuen Halle soll ein Teil der Logistik unterkommen, der wiederum aus einer anderen Halle wegziehen soll. Denn dort wird der Platz für neue Maschinen gebraucht, die noch rascher Bauteile fertigen können, erklärt Schwabe beim Richtfest. Diese Maschinen brauchen Nachschub an Bauelementen, der von der entstehenden Halle vier aus organisiert werden soll. Gleichzeitig entstehen dort Büros, Pausen- und Besprechungsräume. Das Unternehmen investiert laut dem Geschäftsführer etwa 3,5 Millionen Euro für die Erweiterung.

Der Betrieb im neuen Gebäude soll im Juli beginnen. Als Besonderheit bekomme es einen Fußboden, der geheizt und gekühlt werden kann, um gute Arbeitsbedingungen zu schaffen, sagt der Geschäftsführer. Außerdem werde auf dem Dach ein Klimaaggregat untergebracht, das auch die Klimatisierung in bestehenden Gebäuden unterstützen soll: "Durch die hohen Leistungen an Maschinen, die bei uns installiert sind, müssen wir viel kühlen", so Schwabe. Auch Abwärme werde für die Gebäude genutzt. Ein begrüntes Dach soll das Klima im Inneren des Gebäudes ausgleichen, sagt Architekt Michael Martin, im Sommer werde es nicht so schnell heiß. Und Regenwasser werde vor der Kanalisation zurückgehalten.

Die neue Halle soll zudem zum zentralen Punkt für weitere Baupläne werden. Denn mit dem jetzigen Neubau soll das Ende des baulichen Wachstums noch nicht erreicht sein. Laut Schwabe gehört auch das unbebaute Grundstück bis zum benachbarten Lager des Möbelhauses Stumpp inzwischen der Firma Eto: "Darauf kann Eto sich verdoppeln", die neue Halle wäre dann im Zentrum. Einen Zeitplan für die weitere Vergrößerung gab er allerdings noch nicht bekannt.

Dass das Unternehmen sich so entwickelt, hängt laut dem Geschäftsführer auch damit zusammen, dass man international tätig sei. Dadurch könne man Aufträge aus allen Teilen der Welt und damit auch Arbeit am Stammsitz Stockach sichern – auch wenn die Mitarbeiter laut Schwabe über die Internationalisierung der Firma zunächst teilweise beunruhigt gewesen seien. Zugute komme Eto dabei der Trend zu mehr Sicherheit bei Fahrzeugen. Etwa wenn ein Sensor einen Fußgänger oder Radfahrer rund um einen Lastwagen wahrnehme, müsse das Fahrzeug mitunter schnell gebremst werden: "Und diese schnellen Bremseingriffe sind unsere Spezialität", sagt Schwabe. Auch Hochtechnologie-Firmen aus Kalifornien hätten schon bei Eto angefragt, weil die Sicherheit beim autonomen Fahren eine große Rolle spielt, sagt Schwabe – und freut sich über diese Anerkennung für den großen Mittelständler.

Für die Stadt gehe es daher bei Eto nicht nur um den größten Arbeitgeber. Man sei auch stolz auf das weltweit tätige Unternehmen mit Sitz in Stockach, wie Bürgermeisterstellvertreter Werner Gaiser (CDU) beim Richtfest sagte.

 

Das Unternehmen

Eto Magnetic ist auf Entwicklung und Produktion von elektromagnetischen Ventilen, Aktoren und Sensoren spezialisiert. Diese stecken zum Beispiel in Bremssystemen. Die Gruppe hat laut Geschäftsführer Michael Schwabe weltweit 2300 Mitarbeiter, etwa 1150 davon in Stockach. Beim Umsatz wachse das Unternehmen so schnell wie nie: 2017 habe die Gruppe 303 Millionen Euro Umsatz gemacht, dieses Jahr wolle man 350 Millionen Euro überschreiten, so Schwabe. Eto hat acht Standorte in Deutschland, Polen, den USA, China, Indien und Mexiko. (eph)

 

 

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