Das Steißlinger Rathaus ist nun endlich virenfrei
Noch ganz frisch im Rathaus, wollte das Mors Virus (links) den Schlüssel nicht Dr. Zunftmeister Markus Löffel (rechts) überlassen. <em>Bild: Jacqueline Weiß</em>
Noch ganz frisch im Rathaus, wollte das Mors Virus (links) den Schlüssel nicht Dr. Zunftmeister Markus Löffel (rechts) überlassen. Bild: Jacqueline Weiß
Steißlingen
08.02.2018 17:14
Der neue Bürgermeister Benjamin Mors rückt nur ungern den Schlüssel heraus. Doch die Ärzte um Dr. Zunftmeister setzen sich durch.

Es geht schreckliches Virus um in Steißlingen – das Mors Virus. "77,7 Prozent der Einwohner sind befallen", beschrieb Dr.Dr. Zunftmeister Markus Löffel die Situation und es verbreite sich auch digital per W-Lan. Sie alle haben den neuen Bürgermeister Benjamin Mors gewählt. Dementsprechend lautet das Motto der Steißlinger Fasnacht "So hem Mor's welle". Da konnte nur das Ärzte-Team rund um den Zunftmeister der Storchenzunft helfen. Während die bunten Gemeinderatsviren noch fröhlich, wacker und manchmal ein bisschen falsch "Es gibt Millionen von Viren" sangen, schritt das medizinische Team zur Tat. Da der neue Bürgermeister ein Gesundheitszentrum für die Gemeinde will, gab es neben Pflegerinnen auch Ärzte jeder Fachrichtung. Die Pflegerinnen verfrachteten Mors gleich auf eine Liege und flößten ihm Medizin ein. Zusätzlich zum Mors Virus gelte es auch, das Faulenzius Virus, das in jedem Beamten stecke, zu bekämpfen, sagte Löffel. Im Steißlinger Rathaus heiße das Arbeitsmoral.

Aber Mors sehe ja überhaupt nicht krank aus, sondern motiviert und topfit, stellte Dr. Zunftmeister fest. Auf jeden Fall müsse der 26-jährige Bürgermeister erst mal untersucht werden und zum Glück gebe es im Team einen Kinderarzt, sagte der Zunftmeister und erntete viele Lacher und Beifall. Weil Mors sich dann so brav untersuchen ließ, bekam er mit den Worten "des hesch guet gmacht" einen Lolli zur Belohnung. Als es dann an die Übergabe des Rathausschlüssels an die Narren ging, zeigte sich das Mors Virus aber von seiner widerspenstigen Seite. Nach heftigem Tauziehen gelang es dem Zunftmeister, ihm den Schlüssel zu entreißen.



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Gäste aus der französischen Partnerstadt St. Palais verfolgten das fröhliche Treiben und ließen sich von ihren deutschen Freunden den Brauch der Rathausbefreiung erklären. Der Musikverein begleitete die Zunft musikalisch bei ihren Befreiungsaktionen in Kindergärten und der Schule.

 

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