Radfahrt Mailand – San Remo wird Spendenmarathon
Marco Bluhm (links) und sein Vater Siegfried Bluhm sind bereit und motiviert für den Radmarathon von Mailand nach San Remo.
Marco Bluhm (links) und sein Vater Siegfried Bluhm sind bereit und motiviert für den Radmarathon von Mailand nach San Remo.
Singen
29.05.2017 00:00
Singener Marco Bluhm will kranken Menschen Mut machen

Marco Bluhm gibt der Krankheit Epilepsie keine Chance. Das zeigt er mit seinem neuen Projekt. Der 26-Jährige aus Überlingen am Ried hat Großes vor. Gemeinsam mit seinem Vater, der schon seit 30 Jahren Radsport ausübt, möchte er den Radmarathon von Mailand nach San Remo bewältigen. Die Strecke zählt mit knapp 300 Kilometern zu den längsten Tagesradstrecken der Welt. Marcos Ziel ist es, diese Strecke unter zwölf Stunden zurückzulegen. Es gehe ihm nicht darum, sich selbst zu beweisen. Vielmehr wolle er es für andere Kinder und Jugendliche machen, die durch Epilepsie ein eingeschränktes Leben führen, betont Marco Bluhm. Er mache aus dem Radmarathon einen Spendenmarathon. Zuletzt habe er seine Fortschritte auch der Epilepsie-Klinik in Kehl-Kork zu verdanken.

„Früher habe ich nach einer dreiviertel Stunde Schulsport einen epileptischen Anfall bekommen, heute mache ich Leistungssport und hatte seit vier Jahren keinen Anfall mehr“, schildert Marco Bluhm. Die Spende soll an die Klinik gehen, die es für Marco möglich gemacht hat, sein Leben so zu führen, wie er es heute tut. „Ich möchte mit der Spende der Klinik etwas zurückgeben“, sagt er. Um noch mehr Leute zu erreichen, nutzt er soziale Netzwerke, wie Facebook. Dort hat er eine Wette abgeschlossen. Dabei wettet Marco, dass er die Strecke in unter zwölf Stunden fahren wird. Gelingt das nicht, geht er ein Wochenende in die Epilepsie-Klinik und hilft ehrenamtlich. Fährt er in unter zwölf Stunden durchs Ziel, spenden alle, die dagegen gewettet haben, einen Betrag. Auch mit einem Video auf Youtube tritt Marco Bluhm in die Öffentlichkeit.

Er erzählt seine Geschichte, um zu zeigen, was man trotz Epilepsie alles schaffen kann. Außerdem möchte er die Krankheit in das Bewusstsein der Menschen rücken. „Erst wenn du merkst, dass das Krankenhaus dein zweites Zuhause wird, realisierst du, wie wichtig Gesundheit ist“, betont Bluhm. „Marco war schon immer ein Kämpfer“, sagt Jürgen Schröder, der ihn schon seit seiner Kindheit kennt. Marco ist sehr motiviert und die Vorbereitungen auf den 11. Juni sind in vollem Gange. „Ich habe bis jetzt 2700 Kilometer in den Beinen“, sagt er.

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