Ganz schön heiß ... Kurisositäten von der Singener Fasnacht
Helmut Thau ist Selbstversorger, was die Grillwurst angeht. <em>Bilder: Gudrun Trautmann</em>
Helmut Thau ist Selbstversorger, was die Grillwurst angeht. Bilder: Gudrun Trautmann | Bild: Gtr
Bildunterschrift
Bildunterschrift
In Hans Wöhrles Innenhof ist kein Durchkommen mehr.
In Hans Wöhrles Innenhof ist kein Durchkommen mehr. | Bild: Gtr
Vom fernen Dubai: Hansele Ingo Wäßle
Vom fernen Dubai: Hansele Ingo Wäßle | Bild: Gtr
Singen
08.02.2018 15:38

Nööööööö, den Grillplatz auf der Karlsbastion so einfach klauen lassen, das geht ja gar nicht. Helmut Thau hat den Fall aufgedeckt und publik gemacht. Damit auch alle den Skandal kapieren, hat er ein Hohentwiel-Modell gebaut und einen mobilen Grill darauf montiert. Um ehrlich zu sein, stimmen die Verhältnisse nicht ganz, oder will der Mann gleich den ganzen Vulkan reaktivieren? – Weil Fasnacht ist, wollen wir mal nicht so sein. Wir glauben ihm einfach, dass es um den Grillplatz geht, der fehlt. Jedenfalls hat Helmut Thau zur Selbsthilfe gegriffen und seinen eingenen Hontes-Grill angeschmissen. Aber Achtung: Die Wurst ist heiß. Da kann man sich schnell den Mund verbrennen.

Ganz schön weit ...

Für viele Narren ist die Fasnacht die beste Gelegenheit, alte Freunde zu treffen. Die Zunft ist ein Stück Heimat. Die Sehnsucht nach Singen entfaltet eine magische Anziehungskraft. So auch für Ingo Wäßle. Der gebürtige Singener lebt und arbeitet seit Jahren im Ausland. Zur Fasnacht trifft man ihn regelmäßig in Singen. Diesmal ist er mit Familie wieder aus Dubai angereist und hat sich warm verpackt als Hansele ins Getümmel geworfen. Ob er der am weitesten angereiste Singener ist? – „Ich weiß es nicht“, sagt er. „Als ich aus Malaysia kam, war ich es sicher.“

Ganz schön voll ...

In Singen gibt es am Schmutzigen Dunschdig nur noch wenige Anlaufpunkte für die Narren. Wenn die Straßenfasnacht beginnt, verriegeln die meisten Läden ihre Türen. Zu viel Sachbeschädigung durch Rasierschaum, verschüttete Getränke oder Konfetti reklamierten die Inhaber. Das war nicht immer so. Einer, der sich von diesem Trend nicht anstecken lässt ist Hans Wöhrle. Der Innenhof hinter seinem Schuhgeschäft in der Freiheitstraße verwandelt sich in eine Narrenhochburg. Wer hier einen Stehplatz ergattern will, der muss früh dran sein. Sonst heißt es: Ein schöner Rücken kann auch entzücken.

singen.redaktion@suedkurier.de

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