Starenschwarm nimmt Form eines riesigen Vogels an: Hilzinger Fotograf gelingt preisgekröntes Naturfoto
Ob sich die Vögel von den letzten Sonnenstrahlen an der Costa Brava inspirieren ließen? Ein Staren-Schwarm nimmt die Form eines gigantischen Vogels an.
An der Costa Brava im Nordosten Spaniens: Ein Starenschwarm nimmt in der Abenddämmerung die Form eines gigantischen Vogels an. | Bild: Bulls | Daniel Biber / SWNS (Daniel Biber / SWNS)
Hilzingen
18.01.2018 10:55
Daniel Biber aus Hilzingen ist ein ganz besonderer Schnappschuss gelungen. Der Fotograf aus Hilzingen fing einen Schwarm von Staren an der Costa Brava im Nordosten Spaniens ein, der kurzzeitig die Form eines riesigen Vogels angenommen hatte.

Das Foto entstand vergangenes Jahr und gewann prompt den ersten Platz beim Fotowettbewerb der Schweizerischen Vogelwarte in Sempbach, wie der britische Independent zuerst berichtete. 

Biber, der ein Fahrradgeschäft in Hilzingen betreibt, reist regelmäßig an die Costa Brava, um dort Vogelschwärme zu beobachten. Über vier Tage positionierte sich der gelernte Luft-und Raumfahrtingenieur mit seiner Kamera am Ort der Aufnahme, um eine ganze Serie von Bildern anzufertigen. Dabei war dem 53-Jährigen zunächst gar nicht klar, was für ein Glück er hatte. Erst als er die zahlreichen Fotos am Computer sichtete, fiel ihm der Schnappschuss ins Auge. Er wusste, wie er der Zeitung berichtete, dass Stare im Schwarm ganz besonders bizzare und eindrucksvolle Formationen annehmen können.

Diese Formationen, bestehend aus Tausenden Tieren, ändern sich permanent, Fachleute sprechen von einer sogenannten Murmuration. Biber war zur richtigen Zeit am richtigen Ort und drückte im passenden Moment den Auslöser, als der Schwarm die Form eines riesigen Vogels annahm, während offenbar ein Beutevogel angriff. Ornithologen glauben, dass das imposante Schwarmverhalten der Stare, das jeden Herbst an zahlreichen Orten in Europa zu beobachten ist, insbesondere der Abwehr von Feinden dient.

Der Bestand der Stare ist in den vergangenen Jahren laut Berechnungen des Naturschutzbundes (Nabu) von einem starken Rückgang in Deutschland betroffen. Das Tier, das zum Vogel des Jahres 2018 gekürt wurde, wird auf der Roten Liste der Brutvögel Deutschlands als "gefährdet" eingestuft.

 

 

 

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