Startschuss für Breitbandausbau in Höchenschwand
Höchenschwand
30.01.2018 18:17
Der Startschuss für den Breitbandausbau ist gefallen mit der Auftragsvergabe für die Fertigung und dem Einbau von fünf Verteilerschächten.

Mit der Auftragsvergabe für die Fertigung und dem Einbau von fünf Verteilerschächten fiel in der Gemeinderatsitzung vom vergangenen Montag der Startschuss für den Breitbandausbau in der Gemeinde. Der Auftrag zur Produktion der Betonschächte wurde für 8800,05 Euro an die Firma RIB Röser in Neresheim/Bayern vergeben. Der spätere Einbau ging für 19 073,34 Euro an die Firma Staller in Grafenhausen. "Mit der heutigen Vergabe erfüllen wir die Vorgaben des Förderbescheides über 3,3 Millionen Euro des Landes Baden-Württemberg vom 15. September 2017, wonach zum 28. Februar 2018 das Projekt "Breitbandausbau" in der Gemeinde gestartet werden muss", sagte ein zufriedener Bürgermeister Stefan Dorfmeister.

Planer Hardy Gutmann gab in der Sitzung einen Überblick über den aktuellen Stand der Planungen. "Wir beschäftigen uns seit zwei Jahren intensiv mit dem Breitbandausbau", sagte Gutmann. Dieser erinnerte an die Gemeinde Hohentengen, die vor zehn Jahren in Eigenregie die Breitbandversorgung in ihrer Gemeinde vorangetrieben habe und heute im Landkreis ihre Erfahrungen beim Bau eines Backbone-Netzes einbringe und für die Gemeinden beratend zur Seite stehe. Die Breitbandversorgung sei ein wichtiges Thema für die zukünftige Entwicklung einer Gemeinde. Schon vor drei Jahren hätten deshalb die Gemeinden Schluchsee, Bernau, St. Blasien, Todtmoos, Ibach, Dachsberg und Höchenschwand beschlossen, in ihrem Bereich den Breitbandausbau gemeinsam vorantreiben. Ab 2016 sei zusätzlich die Gemeinde Görwihl dazu gekommen.

Der interkommunale Zusammenschluss (IKZ) dieser acht Gemeinden habe Vorteile bei der Zusage der Höhe der Fördermittel gehabt. So habe das Land den Breitbandausbau in den acht Gemeinden in einer Gesamthöhe von rund 31,5 Millionen Euro gefördert. Auch zukünftig profitierten die Gemeinden etwa bei den Ausschreibungen der Gewerke, sagte Gutmann. Rund 700 Kilometer Glasfaserkabel würden in den nächsten Jahren in den acht Gemeinde verlegt. Allein in Höchenschwand sei die Verlegung von 60 Kilometer Kabel erforderlich. Die Umsetzung des Projektes "Breitbandausbau" werde in Höchenschwand nach dem jetzigen Stand in fünf Bauabschnitten erfolgen.

Bereits heute sei sehr wichtig, für den Breitbandausbau in der Gemeinde zu werben und bei Bürgerversammlungen über die Kosten eines Anschlusses zu informieren, um möglichst eine hohe Zahl von Anschlusswilligen zu bekommen, schloss Gutmann. "Es liegen noch viele Schritte vor uns, bis der Breitbandausbau in Höchenschwand realisiert ist", sagte der Bürgermeister. Zunächst müsse das Backbone-Netz durch den Landkreis fertiggestellt sein. Erst dann könne entschieden werden, welche Bauabschnitte für einen Anschluss in der Gemeinde nötig sind und ob und in welcher Höhe die Gemeinde sich an den Anschlusskosten beteiligen wird. Richtig sei aber, bereits heute zu informieren, um Anreize für einen Anschluss zu schaffen, sagte der Bürgermeister.

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