Narren an der Macht: Jakob übernimmt in Höchenschwand die Regentschaft
Nebel senkte sich über das Dorf als sich der traditionelle Hemdglunkerumzug in Höchenschwand auf den Weg machte. Foto:Stefan Pichler
Nebel senkte sich über das Dorf als sich der traditionelle Hemdglunkerumzug in Höchenschwand auf den Weg machte. Foto:Stefan Pichler
Bürgermeister Stefan Dorfmeister (rechts) gab nur ungern den Rathausschlüssel an Zunftmeister Martin Hagenbucher (links). Bilder: Stefan Pichler
Bürgermeister Stefan Dorfmeister (rechts) gab nur ungern den Rathausschlüssel an Zunftmeister Martin Hagenbucher (links). Bilder: Stefan Pichler
Nebel senkte sich über das Dorf als sich der t raditionelle dHemdglunkerumzug in Höchenschwand auf den Weg machte. Foto:; Stefan Pichler
Nebel senkte sich über das Dorf als sich der t raditionelle dHemdglunkerumzug in Höchenschwand auf den Weg machte. Foto:; Stefan Pichler
Zunftmeister Martin Hagenbucher (mit Schirm) zog mit der Narrenschar durch das Zentrum von Höchenschwand.
Zunftmeister Martin Hagenbucher (mit Schirm) zog mit der Narrenschar durch das Zentrum von Höchenschwand.
Höchenschwand
09.02.2018 13:38
Bürgermeister Stefan Dorfmeister leistet heftigen Widerstand. Doch schließlich muss er die Regentschaft an die Narrenzunft Tannenzäpfle abgeben. Die Hemdglunkerumzüge runden Fasnetstart am Schmutzigen Duntschtig ab.

Traditionell übernimmt die Narrenzunft Tannenzäpfle am "Schmutzigen Dunschtig" die Regentschaft in Höchenschwand. Nach dem Schließen der Schule, standen Besuche im Kindergarten, der Sparkasse und bei der Kurverwaltung auf dem Plan, bevor gegen Mittag als letzte Station das Rathaus in Höchenschwand gestürmt wurde.

Dieses Mal leistete Bürgermeister Stefan Dorfmeister einigen Widerstand. "Ich bin ja erst einige Monate im neuen Rathaus und tue mich deshalb schon schwer, den Rathausschlüssel an 'Jakob den 60.' zu übergeben", sagte der Rathauschef zur Begründung. Trotzdem zeigte er sich als guter Gastgeber und lud im Anschluss die Narrenschar in das "Haus des Gastes" zum Feiern ein.

Zunftmeister Martin Hagenbucher griff dann auch in seiner Proklamationsrede den neuen Standort für die Feier zum Schmutzigen Dunschtig auf. "Dieser Ortswechsel hängt mit streng geheimen Plänen des Rathauses zur Übernahme der Nachbargemeinde Häusern zusammen. Da aber unser neues Rathaus zu klein für die Verwaltung beider Gemeinden ist, habe Stefan Dorfmeister das "Rathaus II" in das "Haus des Gastes" verlegt. In diesem Zusammenhang gäbe es auch Pläne beide Rathausstandorte durch einen Tunnel zu verbinden, in dem regelmäßig ein von der Firma Siemens entwickelter Hochgeschwindigkeitszug verkehren werde", verriet der Zunftmeister.

Gratulation zum Geburtstag

Stefan Dorfmeister gratulierte zum 60-jährigen Bestehen der Narrenzunft. Zwar sei er zunächst nicht glücklich über die Entmachtung gewesen, letztlich aber sei er nach dem Stress mit dem Rathausneubau doch froh, nun ein paar Tage Pause zu haben. In "Reim Form" ging der Rathauschef dann auf die Regentschaft der Tannenzäpfle in den vergangenen 60 Jahren in Höchenschwand ein, bevor er kurz begründete, warum er heute und wohl auch zukünftig im Haus des Gastes mit den Narren feiere. Das neue Rathaus sei zu klein und das alte Rathaus ungeheizt, deshalb sei man zum Haus des Gastes gereist, sagte der Rathauschef. Nach einem kurzen Abstecher in die "große Politik" lud Stefan Dorfmeister die Narrenschar zum Kutteln- und Gulaschessen ein.

Am Abend formierten sich die traditionellen Hemdglunkerumzüge bei der Halle in Attlisberg und dem Haus des Gastes in Höchenschwand. Anschließend wurde zu den Klängen der Blaskapelle "Blech und Krach" in der Halle Attlisberg und der "Zäpflemusik" im Kursaal ausgiebig gefeiert.

 

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