Konkrete Pläne für markantes Haus auf der schweizerischen Rheinseite
Im markanten Lindt-Gebäude auf der schweizerischen Rheinseite sind jetzt zwölf Wohnungen geplant. Allerdings braucht es erst noch einen Gestaltungsplan. Bild: Marc Fischer
Im markanten Lindt-Gebäude auf der schweizerischen Rheinseite sind jetzt zwölf Wohnungen geplant. Allerdings braucht es erst noch einen Gestaltungsplan. | Bild: Aargauer Zeitung; Marc Fischer
Bad Säckingen/Stein/CH
09.02.2018 19:28
Im markanten Lindt-Gebäude auf der schweizerischen Rheinseite sind jetzt zwölf Wohnungen geplant. Allerdings braucht es erst noch einen Gestaltungsplan.

Das Areal rund um den Zollhausplatz bei der Holzbrücke ist Teil der Spezialzone Rheinbrückstrasse und untersteht damit einer Gestaltungsplanpflicht. Da es sowohl für das sogenannte „Lindt-Gebäude“ als auch für das rosa Gebäude an der Rheinbrückstrasse 15 Sanierungspläne gibt, wurde für diesen Perimeter ein Teil-Gestaltungsplan erstellt. Ebenfalls zu diesem Gebiet gehört das alte Zollhaus, das im Besitz der Gemeinde ist.

Im Teil-Gestaltungsplan wird deutlich, dass die Eigentümerin des „Lindt-Gebäudes“, die Narva GmbH, plant, die Liegenschaft zu erhalten und darin zwölf Wohnungen einzubauen. Ein entsprechendes Richtprojekt liegt vor. Gemäss dem Entwicklungsrichtplan der Gemeinde wäre auch ein Abbruch der markanten Liegenschaft möglich gewesen. Doch der Gemeinderat begrüsse den Umbau und Erhalt des alten „Lindt-Gebäudes“, sagt Roland Gröflin, Leiter Bereich Bau und Planung der Gemeinde. Auch für die Liegenschaft Nummer 15 existiert bereits ein Richtprojekt. Beide Bauherren müssen jedoch „noch ein ordentliches Baugesuch über ihre Massnahmen einreichen“, sagt Gröflin. Die Baubewilligung kann jedoch erst erteilt werden, wenn der Teil-Gestaltungsplan rechtskräftig ist.

Wenn keine Einwendungen erfolgen, könnte dies in vier bis sechs Monaten der Fall sein, sagt Gröflin. Noch bis zum 23.Februar läuft die öffentliche Mitwirkung. Parallel dazu ist die Vorprüfung des Teil-Gestaltungsplans beim Kanton im Gang. „Anschliessend gibt es die Bereinigung und dann geht man in die öffentliche Auflage“, so Gröflin.

Auch über das alte Zollhaus macht der Teil-Gestaltungsplan Aussagen. Nach dem Nein zu einer Erweiterung an der Urne, sucht die Gemeinde noch bis Ende Monat Interessierte für eine Arbeitsgruppe. Doch bereits jetzt ist klar, dass ein „Anbau in dem Ausmass, wie ursprünglich geplant“, nicht mehr möglich ist, wie Gröflin sagt. Gemäss der Sondernutzungsvorschriften sind einzig noch „Klein- und Anbauten sowie Installationen zur Aussenraumnutzung wie Pergolen oder Vordächer erlaubt“.

Auch auf die benachbarten Liegenschaften hat das Volks-Nein zum geplanten Kultur- und Begegnungsort im alten Zollhaus nun Auswirkungen. Im Entwicklungsrichtplan war für die Erdgeschosse aller drei Gebäude im Perimeter „publikumsorientierte Nutzungen“ vorgesehen.

Diese Vorgabe wird nun relativiert. Es werde kaum möglich sein, die gewünschte öffentliche Erdgeschossnutzung zum aktuellen Zeitpunkt durchzusetzen, heisst es im Planungsbericht. „Die Vorschriften verlangen jedoch, dass dies zu einem späteren Zeitpunkt möglich sein muss.“

Im markanten „Lindt-Gebäude“ (l.) sind gemäss einem Richtprojekt zwölf Wohnungen geplant. Vor der Umsetzung des Projekts braucht es aber einen rechtsgültigen Gestaltungsplan.

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