"Geschichtet": Große Ausstellung zum Stadtjubiläum
Bereit für die Ausstellungseröffnung am Freitagabend in der Stadtgalerie (von links) Juliane Nagy, Kurt Dadischeck und Johanna Bischofberger vor Arbeiten von Matthias Keller.
Bereit für die Ausstellungseröffnung am Freitagabend in der Stadtgalerie (von links) Juliane Nagy, Kurt Dadischeck und Johanna Bischofberger vor Arbeiten von Matthias Keller. | Bild: Jörg Büsche
Markdorf
13.09.2017 19:46
54 Arbeiten zum Thema "Geschichtet" werden ab Freitagabend in der Ausstellung zur 1200-Jahr-Feier in der Stadtgalerie gezeigt.

Der Markdorfer Kunstverein lädt am kommenden Freitagabend zu einer neuen Ausstellung ein. Die dann in der Stadtgalerie gezeigten Arbeiten wurden dieses Mal nicht wie sonst von einem Team des Vereins ausgewählt, sondern von drei Juroren. Andrea Dreher, Kunsthistorikerin aus Ravensburg, Babette Cäsar vom Kulturamt in Wangen sowie Andreas Rueß, Leiter des Kulturamts Saulgau, war die Aufgabe zugefallen, aus 425 Arbeiten eine Auswahl zu treffen. Sie haben sie getroffen, sodass nun bis zum 27. Oktober 54 Arbeiten gezeigt werden. Beendet ist die Arbeit des Jurorentrios damit aber noch nicht. Denn sie sollen noch drei Preisträger bestimmen. Damit die sich bei der Finissage zur Ausstellung das eigens von der Stadt ausgelobte Preisgeld von 5000 Euro teilen können. "Außerdem gibt es noch einen Publikumspreis", erklärte Johanna Bischofberger beim Medientermin am Mittwochnachmittag. Jeder Besucher sei stimmberechtigt und dürfe ein Votum für die aus seiner Sicht beste Arbeit abgeben.

Ein gewisser Stolz schwang schon mit, als Johanna Bischofberger, Juliane Nagy und Kurt Dadischeck durch die Ausstellungsräume in der Stadtgalerie führten. Die Vielseitigkeit der ausgestellten Arbeiten – das Spektrum reicht von gegenständlich bis abstrakt, vom Acryl-Gemälde bis zur Skulptur, von der Zeichnung bis zur beinahe raumhohen Installation – durften sich die drei vom Organisationsteam freilich nicht als eigenen Verdienst anrechnen. Für Vielfalt und Abwechslungsreichtum hat die Jury gesorgt. Stolz sein dürfen Nagy, Bischofberger und Dadischeck trotzdem – auf die gelungene Präsentation der 54 Werke.

Da begegnet einem ein gekonntes Spiel mit Kontrasten, da laden die Themen und Techniken zum genauen Hinschauen ein. Etwa beim Nebeneinander von Matthias Kellers quasi fotorealistischen Ordnungswelten und Michael Kusels Skulptur, die weggeworfene Gegenstände auftürmt.

Allzu viel Zeit zum genauen Hinschauen werden die Besucher der Vernissage am Freitag vermutlich nicht finden. Schließlich haben sich die allermeisten der 28 Künstlerinnen und 17 Künstler angekündigt. Und sollten sich dann noch ein paar mehr Markdorfer als sonst für das Thema "Geschichtet" interessieren – immerhin wurde es extra für das Rahmenprogramm des Stadtjubiläums ausgewählt – dann dürfte es durchaus eng werden vor den Bildern und Objekten. Einen ausdrücklichen Bezug zum historischen Jubiläum nehmen nur zwei Exponate. Wie Johanna Bischofberger erklärte, wurden zwar einige mehr eingereicht, doch urteilten die Juroren ausschließlich nach Qualität, nach technischem Können – nicht nach Inhalt. Ausgewählt haben sie die Arbeiten von neun Künstler, die bereits in der Stadtgalerie ausgestellt hatten. "Eine schöne Bestätigung unserer Arbeit", freut sich Johanna Bischofberger.

Geschichtet

So lautet der Titel der nun zweiten jurierten Ausstellung, die der Kunstverein Markdorf in der Stadtgalerie zeigt. Sie ist im Zusammenhang mit dem 1200-Jahr-Jubiläum zu sehen, das die Stadt dazu veranlasste, 5000 Euro zur Vergabe von Preisen beizusteuern. Die Jury ist bereits am 31. Juli zusammengekommen und hat aus rund 400 Arbeiten, eingereicht von 167 Künstlern, ihre Auswahl getroffen. Öffentlich zu sehen werden die Werke ab Freitagabend, 20 Uhr, wenn der Kunstverein zur Vernissage einlädt.

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