Junge Tüftler und Forscher messen sich
Ein zweiter Platz im Fachbereich Biologie beim Wettbewerb "Jugend forscht" (von links): Leona Bier (16), Leon Thomsen (19) und Lorina Riesterer (18) vom Schülerforschungszentrum Überlingen beschäftigten sich mit der Resistenz auf Antibiotika.
Ein zweiter Platz im Fachbereich Biologie beim Wettbewerb "Jugend forscht" (von links): Leona Bier (16), Leon Thomsen (19) und Lorina Riesterer (18) vom Schülerforschungszentrum Überlingen beschäftigten sich mit der Resistenz auf Antibiotika. | Bild: Claudia Wörner
Friedrichshafen
02.02.2018 19:03
115 Kinder und Jugendliche haben ihre Ergebnisse bei "Jugend forscht" und "Schüler experimentieren" präsentiert.

115 Jungforscher präsentierten gestern im Dornier-Musum beim Regionalwettbewerben Südwürttemberg von "Jugend forscht" und "Schüler experimentieren" 49 Projekte. Sie stellten sich nicht nur den Juroren, sondern gaben auch den Besuchern gerne Auskunft über ihre Projekte.

Dabei erstreckten sich die Fachgebiete von Arbeitswelt über Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften und Mathe/Informatik bis zu Physik und Technik. Mit dem Projekt "Design, Entwicklung und Bau eines 3D-Druckers" gelang Matthis Salmen (15) und Matthias Schmidt (16) aus Überlingen zusammen mit Niels Fenkl (15) aus Konstanz ein erster Platz. Damit haben sie das Ticket für die Fahrt zum Landesentscheid in der Tasche. Das Besondere an ihrem Gerät ist, dass sich die beiden Motoren des Druckers im Gegensatz zu nicht bewegen. "Durch die geringe bewegte Masse lassen sich sehr hohe Druckgeschwindigkeiten erreichen", erklärt Mathis Salmen. Außerdem vergrößerten sie den Bauraum und ihr 3D-Drucker – an dem sie ein halbes Jahr intensiv gewerkelt haben – mit mehreren Materialien oder Farben drucken.

Ihr 3D-Drucker überzeugte die Jury von "Jugend forscht" (von links): Matthias Schmidt (16), Niels Fenkl (15) und Matthis Salmen (15) vom Schülerforschungszentrum Überlingen freuen sich über einen ersten Platz.
Ihr 3D-Drucker überzeugte die Jury von "Jugend forscht" (von links): Matthias Schmidt (16), Niels Fenkl (15) und Matthis Salmen (15) vom Schülerforschungszentrum Überlingen freuen sich über einen ersten Platz. Bild: Claudia Wörner

Einen zweiten Platz erzielte Lorina Riesterer (18) aus Wald bei Pfullendorf zusammen mit Leona Bier (16) und Leon Thomsen (19) aus Überlingen im Bereich Biologie. Mit ihrem Projekt, an dem sie drei Jahre gearbeitet haben, wollen sie der zunehmenden Resistenz auf Antibiotika entgegen wirken. "Da unser Projektleiter am Forschungszentrum Überlingen selbst Borreliose hat, kamen wir auf die Idee, mit Zecken zu arbeiten", erläuterte Leona Bier. Gelungen ist dem Trio der Nachweis von Bakterien mit Hilfe von Gaschromatographie.

Was kompliziert klingt, könnte in der Praxis einfach funktionieren. "Damit lässt sich schnell nachweisen, welches Antibiotikum tatsächlich wirkt", erklärt Lorina Riesterer. Experimentiert haben sie unter anderem mit Putenfleisch, Leberwurst und Milch einer Kuh mit entzündetem Euter, die sie von einem Tierarzt bekommen haben.

Gleich zehn Forschungsgruppen kamen von der Franz-Anton-Maulbertsch-Schule in Langenargen zu "Schüler experimentieren", dem Wettbewerb für bis zu 14-Jährige. Sie bauten einen Heißluftballon, eine Drohne und ein kerzenbetriebenes Putt-Putt-Dampfboot. Für einen Mal-Roboter und automatische Pflanzenbewässerungsanlage konnten sich die Grundschüler über einen dritten Platz freuen.

Organisatoren des Wettbewerbs sind die Firmen Airbus, Rolls-Royce Power Systems AG und die ZF Friedrichshafen AG. Unterstützt werden sie von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Ravensburg und dem Dornier-Museum.

Ihre Meinung ist uns wichtig
0 Kommentare