Fasnacht
Berlin gilt neben München, Dortmund, Frankfurt und Hamburg als gesetzt - sofern Deutschland den Zuschlag für die EM 2014 erhält. Foto: Jens Wolf
18 deutsche Städte wollen EM-Spielort 2024 werden
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Frankfurt/Main
17.02.2017 14:45
Der Teil eines weiteren Sommermärchens zu sein - darauf hoffen zahlreiche Städte und Clubs in Deutschland. Die möglichen Austragungsorte für die EM 2024, es wäre die zweite in Deutschland nach 1988, gehen ins Rennen.

Insgesamt 18 Städte wollen gern einer der zehn Spielorte bei einer möglichen Fußball-EM 2024 in Deutschland sein.

Neben den großen Favoriten wie Berlin, München, Dortmund oder Frankfurt am Main reichten bis zum Fristende am Freitagmittag auch einige Überraschungskandidaten wie Freiburg, Karlsruhe und Dresden ihr entsprechendes Interesse beim Deutschen Fußball-Bund ein.

«Die Resonanz zeigt die große Begeisterung für eine Euro in Deutschland und sie unterstreicht, dass wir über eine erstklassige Stadioninfrastruktur für ein solches Turnier verfügen», sagte DFB-Präsident Reinhard Grindel. «Auf dieser Basis könnten wir eine kostengünstige und nachhaltige EM ausrichten, weil kaum ein Hektar für Baumaßnahmen neu versiegelt werden müsste.»

Zwölf der Interessenten hatten ihre Stadien bereits für die WM 2006 umgebaut oder neu errichtet: Berlin, Dortmund, Frankfurt, Köln, Gelsenkirchen, Hamburg, Hannover, Kaiserslautern, Leipzig, München, Nürnberg und Stuttgart. Dazu wären 2024 auch gern Dresden, Düsseldorf, Mönchengladbach, Bremen, Freiburg und Karlsruhe dabei.

Deutschland gilt als großer Favorit auf die Ausrichtung der Europameisterschaft 2024. Einziger Mitbewerber ist bislang die Türkei, nachdem eine Gemeinschaftskandidatur von Schweden, Dänemark, Finnland und Norwegen in dieser Woche geplatzt ist.

Eine Entscheidung wird die Europäische Fußball-Union UEFA erst im September 2018 fällen. Für die deutschen Bewerberstädte wird es aber schon in den nächsten sieben Monaten ernst. Am 17. März wird die UEFA zunächst die genauen Anforderungen an einen Spielort verkünden. Die Städte haben danach bis zum 12. Juni Zeit, um ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen beim DFB einzureichen. Bis zu diesem Freitag verlangte der Verband erst einmal nur eine Interessensbekundung. Die Entscheidung, mit welchen zehn Spielorten der DFB die EM ausrichten will, wird am 15. September nach einer Präsidiumssitzung verkündet.

Mindestvoraussetzung für einen Zuschlag ist ein Stadion mit einer Sitzplatzkapazität von 30 000 Plätzen. Dresden wird deshalb trotz seines eingereichten Interesses wohl kein EM-Spielort werden können, weil die Arena dort nur 25 000 Sitzplätze hat.

Freiburg und Karlsruhe wollen dagegen zumindest in Zukunft die Auflagen der UEFA erfüllen. In beiden badischen Städten soll bis spätestens 2020 ein neues beziehungsweise umgebautes Stadion entstehen. «Unsere jetzige Erklärung dient vor allem dazu, Chancen im Bewerbungsverfahren zu sichern und unser grundsätzliches Interesse zu bekunden», ließen SC-Freiburg-Präsident Fritz Keller und Oberbürgermeister Dieter Salomon (Grüne) in einer gemeinsamen Erklärung wissen. «Wenn Deutschland den Zuschlag erhält, könnte Freiburg mit dem neuen Stadion ein attraktiver Standort für EM-Begegnungen sein.»

Trotzdem sind Freiburg und Karlsruhe, aber auch Mönchengladbach, Bremen oder Kaiserslautern nur Außenseiter in diesem Bewerbungsverfahren. Mit Berlin, München, Dortmund, Frankfurt, Hamburg, Stuttgart und Leipzig gelten bereits mehr als die Hälfte der zehn möglichen Zusagen als so gut wie vergeben.

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