Aufwärtstrend bei HSG Konstanz trotz knapper Niederlage
Ist nach einem guten Spiel gegen einen Europapokalstarter zuversichtlich: Spielmacher Tom Wolf. <em>Bild: Peter Pisa</em>
Ist nach einem guten Spiel gegen einen Europapokalstarter zuversichtlich: Spielmacher Tom Wolf. Bild: Peter Pisa | Bild: Peter Pisa
Handball
11.08.2017 15:27
Die Zweitliga-Handballer der HSG Konstanz verlieren ihr Testspiel gegen den Schweizer Europapokalstarter Pfadi Winterthur, zeigen dabei aber eine gute Leistung.

Handball, Testspiel

HSG Konstanz

Pfadi Winterthur

21:23 (13:12)

Am Ende strahlten sie wieder bei der HSG Konstanz. Und das, obwohl der Zweitligist gegen den Schweizer Vizemeister Pfadi Winterthur trotz zwischenzeitlicher Vier-Tore-Führung aufgrund einiger Unkonzentriertheiten in den letzten Spielminuten knapp mit 21:23 (13:12) unterlegen war. Doch der weitere Aufwärtstrend und eine deutliche Steigerung waren unverkennbar, vor allem im Defensivbereich.

Denn während HSG-Cheftrainer Daniel Eblen schon vor der Partie wegen der unorthodoxen Spielweise der Eidgenossen in der Deckung den Schwerpunkt auf die eigene Defensive legte und relativ wenige Erkenntnisse im Angriffsspiel gegen ein so in der 2. Bundesliga nicht praktiziertes Defensivsystem erwartete, so konnte er mit seinem stabilen 6:0-Verbund sehr zufrieden sein. „Mich hat das heute überzeugt, vor allem, was wir in der Deckung geleistet haben“, meinte er. „Wir waren mental wieder anders bei der Sache."

So dominierte von Beginn an die HSG Konstanz, die sich nach dem 4:4 mit einem gut aufgelegten Konstantin Poltrum zwischen den Pfosten, der von der gut arbeitenden Deckung profitierte, auf 7:4 absetzen konnte. Die Hausherren wussten auch in der Offensive zu begeistern, solange die erste Sieben auf dem Parkett stand. Zwar fehlten mit Paul Kaletsch (Grippe), Kapitän Fabian Schlaich (Rückenprobleme), Joschua Braun (Bänderverletzung), Felix Gäßler (gebrochener Zeh) und dem Langzeitverletzten Michael Oehler den Konstanzern weiterhin fünf wichtige Spieler, doch auch so überzeugte Konstanz mit viel Spielfreude.

Erst als nach dem schnellen 10:6 der HSG-Coach einen Blockwechsel vornahm, konnte der EHF-Cup-Teilnehmer aus der Schweiz die Gastgeber etwas stoppen. Drei schnelle Treffer kurz vor der Pause sicherten Pfadi Winterthur nach 30 Minuten den etwas glücklichen Anschluss (13:12). Erst beim 19:20 musste Konstanz nach den Anfangsminuten wieder einen Rückstand hinnehmen, den Pfadi nach dem 21:22 in der letzten Minute auf zwei Tore vergrößern konnte.

„23 Gegentore sind gegen einen Europapokalteilnehmer in Ordnung. Die Abwehr steht langsam“, freute sich Neuzugang Tom Wolf. „Das Problem ist, dass wir den Sack nicht zumachen, zwei freie Chancen in der Überzahl auslassen und uns nicht belohnen. Ich denke, das kommt in den nächsten Wochen noch. Wir sind auf einem guten Weg.“

HSG Konstanz: Poltrum, Hanemann (Tor); Schweda (2/1), Riedel (2), Schwarz (1), T. Wolf, Krüger (3), Berchtenbreiter (2), Bösing (3), Heil (1), Klingler (2), Jud (2/1), Wendel (3), Maier-Hasselmann.

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