Kehlen startet mit Derby in die Saison
Der SV Kehlen, hintere Reihe, von links: Teammanager David Müller, Abteilungsleiter Franz Bernhard, Giovanni Paris, David Bernhard, Marcel Scheuböck, Dominik Blaser, Robin Knöpfler, Sokrates Michalis, Daniel Schleier, Förderverein-Vorsitzender Rolf Mohne. Mittlere Reihe: Trainer Michael Steinmaßl, Torspieler-Trainer Stefan Frei, Sebastian Stumpf, Nico Stockmann, Marcus Bentele, Johannes Beier, Felix Aggeler, Physiotherapeutin Jana Korte, Co-Trainer Martin Krafcsik, Spielleiter Josef Kesenheimer. Vordere Reihe: Christoph Burkhard, Haris Nasic, Markus Lang, Serkan Ünal, Patrick Herrmann, Maximilian Divy, Nick Feyer, Simon Maier, Florian Amann. <em>Bild: Josef Kesenheimer</em>
Der SV Kehlen, hintere Reihe, von links: Teammanager David Müller, Abteilungsleiter Franz Bernhard, Giovanni Paris, David Bernhard, Marcel Scheuböck, Dominik Blaser, Robin Knöpfler, Sokrates Michalis, Daniel Schleier, Förderverein-Vorsitzender Rolf Mohne. Mittlere Reihe: Trainer Michael Steinmaßl, Torspieler-Trainer Stefan Frei, Sebastian Stumpf, Nico Stockmann, Marcus Bentele, Johannes Beier, Felix Aggeler, Physiotherapeutin Jana Korte, Co-Trainer Martin Krafcsik, Spielleiter Josef Kesenheimer. Vordere Reihe: Christoph Burkhard, Haris Nasic, Markus Lang, Serkan Ünal, Patrick Herrmann, Maximilian Divy, Nick Feyer, Simon Maier, Florian Amann. Bild: Josef Kesenheimer | Bild: Josef Kesenheimer
Friedrichshafen
11.08.2017 15:04
Vorbereitung des Landesligisten SV Kehlen lieg nicht immer nach den Wünschen der Trainer. Gegner ist der ehemalige Tabellennachbar Eschach.

Fußball-Landesliga: TSV Eschach – SV Kehlen (heute, 17 Uhr). – Zum Auftakt in die neue Saison treffen zwei Mannschaften aufeinander, die in der vergangenen Spielzeit positiv überraschten. Eschach wurde als Aufsteiger Fünfter, Kehlen nach personellem Umbruch Sechster. Nun zählen mit Saisonbeginn diese Erfolge nicht mehr.

Gastgeber TSV Eschach verzeichnete die wesentliche Veränderung auf der Trainerbank: Jens Rädel verließ den Verein nach zweijähriger Tätigkeit, mit dem 44-jährigen Nectad Fetic vom Bezirksligisten Ebenweiler wurde schnell erfahrener Ersatz gefunden. Im Kader sticht der Zugang von Patrick Abt vom FV Ravensburg II hervor: Er kann für die Defensive des TSV eine wertvolle Verstärkung werden.

Wesentlich mehr Kontinuität als in den Vorjahren ist im Kehlener Kader zu erkennen. Mit Christian Schorpp, Pietro Montano und Armin Selak verließen drei Spieler den Verein. Die Kehlener Zugänge sind allesamt offensiv ausgerichtet: Mit Florian Amann (24 Jahre) und Haris Nasic (26) wechselten zwei Stürmer vom Kreisligisten SV Oberteuringen an die Schussen. Zudem rückt mit Felix Aggeler ein großes Talent aus der eigenen Jugend nach. Somit steht ein Mannschaftskader zur Verfügung, der im Wesentlichen bereits mehrjährig zusammen spielt und daher gut aufeinander eingestellt ist.

Als „recht durchwachsen“ bezeichnete Trainer Michael Steinmaßl, der wieder mit seinem Ko. Martin Krafcsik und Torspieler-Trainer Stefan Frei die sportliche Verantwortung trägt, den Verlauf der Vorbereitung. Am Beginn des Testspielreigens stand ein 2:1-Sieg beim Nachbarn TSV Meckenbeuren (Bezirksliga). Die beiden Turnierteilnahmen in Baienfurt (Schussenpokal, vierter Platz) und Lochau (IBFV-Landesverbände-Turnier, fünfter Platz) brachten die erforderliche Spielpraxis – die Ergebnisse rückten in den Hintergrund. Am Schluss stand der 4:2-Pokalerfolg beim Hechinger Kreisligisten TSV Boll – insgesamt bringen diese Testspiele wenig Aufschluss über die Verfassung der Mannschaft unter Wettkampfbedingungen.

Viel eher Kopfzerbrechen bereitet Steinmaßl die Urlaubsabwicklung während der Ferienzeit. In keinem der Spiele konnte er bislang mit seiner Wunschformation antreten. Zum Saisonauftakt fallen mit Andre Stetter (Urlaub) und Nikolai Hack (bis Winter im Ausland) wichtige Stützen aus. Zudem blieb der Kader vom Verletzungspech nicht verschont: Sebastian Stumpf, Dennis Horvat und Christoph Burkhard stehen eine Weile lang nicht zur Verfügung.

Eckpfeiler der vergangenen Saison war für den SV Kehlen die stabile Defensive. In der Vorbereitung war Steinmaßl damit aber nicht immer zufrieden: „Wir haben in den Testspielen zu viele Gegentreffer bekommen. Da müssen wir zu unserer alten Stärke zurückfinden.“ In der Offensive stehen ihm Mittelfeldregisseur David Bernhard und Sturmführer Johannes Beier als Leistungsträger zur Verfügung – viel wird davon abhängen, wie schnell die Neuzugänge ans neue Spieltempo herangeführt werden können.

Die vorjährige Zielsetzung, „die Mannschaft weiter zu entwickeln, die jungen Spieler an die Landesliga heranzuführen und unter dem Strich gerne die Klasse halten“, ist umgesetzt worden. Nichts anders möchte SV-Coach Michael Steinmaßl auch dieses Jahr. „Wir peilen einen Platz in der oberen Tabellenhälfte an und wollen frühzeitig Abstand zu den Abstiegsplätzen schaffen“, sagt der Trainer. Kein leichtes Unterfangen. Die Liga verzeichnet in diesem Jahr einen verschärften Abstieg: fünf Vereine werden als Absteiger gesucht, zudem eine Mannschaft für die Abstiegsrelegation. Nach der vergleichsweise sorgenfreien Saison kommt daher für Kehlen viel auf einen guten Start an. „Wir konzentrieren uns voll auf das Auftaktspiel und bündeln unsere Kräfte darauf hin. Diesen Auftaktsieg wollen wir auf jeden Fall erreichen“, verlangt Trainer Michael Steinmaßl. In der vergangenen Saison gingen alle sechs Punkte aus den Eschach-Spielen an den SV Kehlen – ob dies auch in diesem Jahr gelingt?

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