Umstrittenes Klebestreifen-Kunstwerk in Villingen: Künstlerin Mareike Drobny im Videointerview
Künstlerin Mareike Drobny macht sich ein Bild von den Schadstellen. <em>Bild: Jens Fröhlich</em>
Künstlerin Mareike Drobny macht sich ein Bild von den Schadstellen. Bild: Jens Fröhlich | Bild: Jens Fröhlich
Villingen-Schwenningen
26.05.2017 18:55
Ihr Klebestreifen-Kunstwerk in VS-Villingen ist seit Wochen Gesprächsthema in der Doppelstadt. Vor allem die Kosten und die Haltbarkeit stehen in der Kritik. Am Freitag ist Mareike Drobny angereist, um die Schadstellen zu begutachten. Was die Künstlerin zur Kunst-Debatte sagt, erfahren Sie hier im Video-Interview!

VS-Villingen – Kaum ein Thema wurde in den vergangenen Wochen so heiß diskutiert, wie das Klebestreifen-Kunstwerk von Mareike Drobny auf dem Villinger Latschari-Platz. In der Kritik standen vor allem die Kosten und die ersten Auflösungserscheinungen der gelben Klebestreifen. Am Freitag hat sich die junge Künstlerin in Villingen selbst ein Bild von den schadhaften Stellen gemacht. Ihr Fazit: "Damit muss man bei Kunst im öffentlichen Raum rechnen." Nach einem ersten Rundgang war Drobny sogar etwas erleichtert, dass nur wenige Meter der gelben Linien fehlten.




Die Diskussion habe sie von Berlin aus verfolgt. "Die Gesamtgrafik ist immer noch gut und schön sichtbar", so die Künstlerin. Es stelle sich daher die Frage, ob man die Stellen überhaupt reparieren müsse. Das Kunstwerk sei eine Momentaufnahme. Dass es sich mit der Zeit auflöse, sei Teil ihres Werkes. "Das Kunstwerk ist temporär ausgelegt, was übrigens auch Wettbewerbsbedingung war", erklärt Drobny. "Auch die Plakatwände in Schwenningen sind nur Blitzlichter, die vorübergehend im öffentlichen Raum auftauchen."

Am wenigsten vergänglich ist der dritte Teil der Drobny-Werke in VS-Tannheim. Die massive Skulptur soll einen Markierungsstein darstellen. Ob das Kunstwerk dauerhaft in Tannheim bleibt, steht noch nicht fest. "Ich bin im Gespräch mit der Gemeinde. Es wäre schön, wenn die Skulptur einen Platz findet." Grundlage für alle drei Kunstwerke waren die mit GPS-Geräten aufgezeichneten Bewegungsdaten von Menschen aus den drei Stadtteilen.

Zur Kritik an den Kosten sagt Drobny, dass sie bereits eineinhalb Jahre mit dem Projekt beschäftigt sei, angefangen vom Kunstwettbewerb, über die Planung, bis hin zur Installation. Ihre Werke sind ein Teil von insgesamt drei Kunstprojekten zum Stadtjubiläum.

Video-Umfrage zum Kunstwerk

Lade TED
 
Ted wird geladen, bitte warten...
 
Ihre Meinung ist uns wichtig
0 Kommentare