Kubon: "Das ist gut angelegtes Geld: Zeitgenössische Kunst wirkt"
Die Aluminiumkiste ist Teil des fünfteiligen Kunstwerks zur 1200-Jahr-Feier von Daniel Roth (rechts). Jetzt erklärte er seine Intention, sich auf Mythen konzentriert zu haben. Bilder: Alexander Hämmerling
Die Aluminiumkiste ist Teil des fünfteiligen Kunstwerks zur 1200-Jahr-Feier von Daniel Roth (rechts). Jetzt erklärte er seine Intention, sich auf Mythen konzentriert zu haben. Bilder: Alexander Hämmerling
Gute Laune während der Kunst-Rundreise mit dem Bus, auf der Bürger die Kunstwerke besichtigen konnten. Mareike Drobny diskutiert mit den Bürgern ihr Werk. Anregungen auch die Kuratorin der städtischen Galeri gibt, Cora von Pape (hinten).
Gute Laune während der Kunst-Rundreise mit dem Bus, auf der Bürger die Kunstwerke besichtigen konnten. Mareike Drobny diskutiert mit den Bürgern ihr Werk. Anregungen auch die Kuratorin der städtischen Galeri gibt, Cora von Pape (hinten).
Villingen-Schwenningen
29.05.2017 09:52
Die Jubiläums-Künstler erklären ihre Werke bei einer Kunst-Rundreise. OB Kubon rechtfertigt die städtische Investition. Mit Bildergalerie und Videos!

Villingen-Schwenningen – Kunst und ihre Kosten, mit dieser Frage beschäftigt sich auch momentan die Doppelstadt. 150 000 Euro lassen sich Schwenningen, Tannheim und Villingen die Kunstwerke anlässlich ihrer urkundlichen Ersterwähnung vor 1200 Jahren kosten. Neben anderen Sponsoren hat auch das Land Baden-Württemberg einen Obolus beigetragen. Laut dem Leiter der städtischen Galerie, Wendelin Renn, wurde die Kostenkalkulation eingehalten: "In 30 Jahren habe ich kein Budget gesprengt.



» alle Bilder ansehen


Wir hatten natürlich auch Auflagen für die Künstler hinsichtlich ihrer Planung." Spätestens im Herbst sind zwei Drittel der Kunstwerke jedoch wieder abgetragen. "In Eigenverantwortung der Künstler", sagt zumindest die Kuratorin Cora von Pape angesichts vereinbarter Bedingungen für das Projekt. Was die Bürger für ihr Geld bekommen haben, konnten sie nun selbst bei einer Kunst-Rundreise beurteilen.



Doch im Vorfeld der Reise wurden die drei Kunstwerke an der städtischen Galerie offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Zur Vorgeschichte sei gesagt, dass Oberbürgermeister Rupert Kubon vor zwei Jahren das Kunstprojekt "Skulptur im öffentlichen Raum" zur 1200-Jahr-Feier initiierte. Eine neunköpfige Jury einigte sich schließlich im Februar 2016 auf die Künstler Philipp Goldbach, Daniel Roth und Mareike Drobny.

Eben Drobny setzte vor wenigen Wochen mit ihrer medial viel diskutierten Bodengrafik "compositum" auf dem Villinger Latschariplatz den Schlussstein für das Kunstprojekt. "Zeitgenössische Kunst wirkt also und wird diskutiert. Das ist gut angelegtes Geld", bemerkte Oberbürgermeister Rupert Kubon jetzt. Die Künstler selbst erklärten ihre Intention, im Zentrum stand die Beschäftigung mit jener historischen Urkunde eines unbekannten Schreibers von Kaiser Ludwig dem Frommen.


Interview mit Mareike Drobny


Video-Umfrage zum Kunstwerk von Mareike Drobny

Ihre Meinung ist uns wichtig
0 Kommentare