Im Kanton Aargau schließt ein weiteres Möbelhaus
Sofagarnituren stehen in einem Möbelgeschäft und werden mit satten Rabatten angeboten. (Symbolbild)
Sofagarnituren stehen in einem Möbelgeschäft und werden mit satten Rabatten angeboten. (Symbolbild) | Bild: Malte Christians (dpa)
Kanton Aargau
11.08.2017 10:44
In Aarau schließt ein weiteres großes Einrichtungshaus. Grund sind laut Eigentümer der gesättigte Möbelmarkt, der starke Franken und der Onlinehandel.

Kanton Aargau – Während am deutschen Hochrhein, zu einem guten Teil dank schweizerischer Kundschaft, der Markt für Einrichtungshäuser floriert – in Tiengen soll ein weiterer Möbelmarkt eröffnen – steckt die Branche in der Schweizer Nachbarschaft in der Krise.

In Baden haben schon zwei Möbelhäuser der Premiumklasse geschlossen. Nun ist auch das Möbelhaus Strebel in Aarau am Ende. Es existiert seit 1945, prägt das Bild der Rathausgasse und ist mit Abstand das größte Geschäft in der Aarauer Altstadt – aber nicht mehr lange. Das Möbel- und Einrichtungshaus Strebel wird Ende des Jahres geschlossen. Das teilte dessen Besitzer, der Suhrer Bauunternehmer Hans Grundmann, den Kunden mit. Bis Ende August werden noch Bestellungen aufgenommen, im September beginnt der Abverkauf der Lagerware. Die Begründung klingt ähnlich wie bei den zwei Badener Einrichtungshäusern, die binnen Jahresfrist geschlossen worden sind: der gesättigte Möbelmarkt, der starke Franken und der Onlinehandel. „Als Folge davon hatte das Unternehmen in den letzten Jahren trotz großer Anstrengungen mit stetigen Umsatzeinbußen zu kämpfen“, schreibt Hans Grundmann.

Auf dem Schaufenster steht „1000 Möbel auf fünf Etagen“. Das deutet an, wie groß die Ladenfläche der Firma Strebel ist. Sie ist in zwei Altstadthäusern untergebracht. Wie die Anwesen künftig genutzt werden, ist noch nicht entschieden.

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