Pflegepädagogin feiert gelungenen Einstand als Kursleiterin
Sie waren beim Abschlussabend mit dabei (von hinten und von links): Illa Krause (Sigmaringendorf-Laucherthal), Manuela Kästle (Krauchenwies-Ablach), Helga Weinspach (Hohentengen), Renate Eichin (Bingen), Albertine Zeller (Sigmaringen), Petra Brendle (Ostrach), Anna Grenz (Bad Saulgau), Angelika Ruhani (Mengen- Rulfingen), Carina Rickert (Sigmaringen), Kursleiterin Anika Haiss (Inzigkofen-Vilsingen) und Larysa Unrau (Ostrach). Bild: Caritas
Sie waren beim Abschlussabend mit dabei (von hinten und von links): Illa Krause (Sigmaringendorf-Laucherthal), Manuela Kästle (Krauchenwies-Ablach), Helga Weinspach (Hohentengen), Renate Eichin (Bingen), Albertine Zeller (Sigmaringen), Petra Brendle (Ostrach), Anna Grenz (Bad Saulgau), Angelika Ruhani (Mengen- Rulfingen), Carina Rickert (Sigmaringen), Kursleiterin Anika Haiss (Inzigkofen-Vilsingen) und Larysa Unrau (Ostrach). Bild: Caritas | Bild: Karlheinz Fahlbusch
Sigmaringen
21.04.2017 16:43
Anika Haiss bringt 16 Teilnehmerinnen aus dem gesamten Kreisgebiet in der Sozialstation Thomas Geiselhart in Sigmaringen den Umgang mit Pflegebedürftigen bei. Sie werten die gemachte Erfahrung als sehr positiv.

Sigmaringen – Für Anika Haiss war es der erste Kurs für pflegende Angehörige, den sie bei der Sozialstation Thomas Geiselhart abgehalten hat. Für die 27-jährige Pflegepädagogin war es eine spannende Erfahrung. „Ich habe es richtig genossen mit den Teilnehmern“, sagt sie mit einem charmanten Lächeln, das auch deutlich macht: Der Altersunterschied war kein Problem. Immerhin war die älteste Teilnehmerin bereits 82 Jahre alt. „Sie hat uns alles sehr gut erklärt und man fühlt sich jetzt im Pflegealltag deutlich sicherer“, war der einhellige Tenor beim Abschlussabend. 20 Stunden an zehn Abenden hatten sich die 16 Frauen aus Sigmaringen, Sigmaringendorf, Pfullendorf, Mengen, Bingen, Hohentengen, Ostrach, Krauchenwies, Bad Saulgau und Kettenacker in den Räumen der Sozialstation getroffen und eine ganze Menge Neues erfahren, so die Caritas in einer Mitteilung.

Ein wichtiger Punkt war das neue Pflegestärkungsgesetz. Die bisherigen drei Pflegestufen wurden durch fünf Pflegegrade ersetzt und der finanzielle Spielraum ergänzt und erweitert. „Das war echt gut, dass man da eingehend informiert wurde“, stellte eine Teilnehmerin fest. Doch es ging auch um ganz praktische Dinge. Wie bekomme ich jemanden aus dem Rollstuhl ins Bett und umgekehrt? Mit den richtigen Griffen klappt das. Ein Thema, das beschäftigt, ist die Demenz. Wie geht man mit jemandem um, den das Gedächtnis zusehends verlässt? Wie kann man das Gefühl der Verlassenheit bekämpfen, wenn man für den Partner plötzlich eine Fremde ist? Zum Schluss bliebt eine große Frage: Kann man so einen Kurs empfehlen? Da waren sich die 16 Frauen einig. „Unbedingt.“ Es gehe richtig ums Lernen für den Umgang mit Pflegebedürftigen. Auch Mitarbeiterinnen aus dem Bereich Hauswirtschaft der Sozialstationen Pfullendorf und Sigmaringen hatten am Kurs teilgenommen. Sie können jetzt bei den Hausbesuchen wertvolle Tipps geben.

Als dann alle Frauen ihre Zertifikate entgegennahmen, war ein Hauch von Abschiedsschmerz zu spüren oder wie es eine Teilnehmerin ausdrückte: „Die ganze Gruppe hat einen gehalten. Ich fühle mich richtig gestärkt.“

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