Afrikanische Klänge beim Radolfzeller Abendmarkt
Lukas Engelmann nutzt den Abendmarkt zum Thema "Afrika", sich mit seiner Cora zu einem senegalesischen Trommler zu gesellen. Bild: Roland Dost
Lukas Engelmann nutzt den Abendmarkt zum Thema "Afrika", sich mit seiner Cora zu einem senegalesischen Trommler zu gesellen. Bild: Roland Dost
Radolfzell
11.08.2017 14:58
Exotische Klänge verstärken das internationale Flair der beliebten Donnerstags-Veranstaltung auf dem Radolfzeller Marktplatz.

Beim Abendmarkt auf dem Marktplatz mit dem Motto "Afrika" begeisterten Musiker aus dem Senegal und Gambia mit ihren Instrumenten und temperamentvollen Rhythmen die Besucher. Das internationale Flair hat in der Stadt seit Jahrzehnten einen hohen Stellenwert. Die Studenten des Goethe-Instituts und des heutigen Carl-Duisberg-Collegs aus der ganzen Welt haben maßgeblich dazu beigetragen.

Trotz anfänglich widriger Witterung wurde der Abendmarkt wieder zu einer attraktiven Veranstaltung. Der Regen hielt offenbar wenige Besucher, Feriengäste wie Einheimische, davon ab, die außergewöhnliche Atmosphäre zu genießem. Bunte Regenschirme gehörten dieses Mal zum Bild des Marktes.

Bunt war aber auch das Angebot mit zahlreichen Ständen, an denen Produkte aus der Region, aber auch aus der Provence angeboten wurden. Die Partnerstadt Istres ließ mit Lavendel und der berühmten Seife aus Marseille grüßen. Wer nach dem Hersteller suchte, entdeckte sogar duftende Seife aus Syrien (Saryane). Es war eben ein internationaler Abendmarkt.

Auch typische Kaminwurzn aus Südtirol, französische Crêpes, Marmeladen, Gelees, handgefertigte Glückwunschkarten, Kugelschreiber und Pfeffermühlen, edle Steine und Mineralien waren begehrte Artikel, die man erwerben konnte.

Im Mittelpunkt des Programms standen jedoch die jungen afrikanischen Musiker. Seneice Sillah aus Gambia begeisterte vor dem Narrizella-Zunfthaus mit seiner Dyjemba-Trommel. Auf dem Marktplatz hatte sich die Band Saf-Sap aufgebaut. Zu zwei professionellen Trommlern aus dem westafrikanischen Senegal gesellte sich Lukas Engelmann, der eine original afrikanische Cora, ein Saiteninstrument, perfekt beherrschte. Seine beiden in bunten Traditionsfarben gekleideten senegalesischen Freunde begeisterten mit sensationellen Trommelwirbeln, während Lukas Engelmann mit seiner Cora und dazu passenden rhythmischen Tanzeinlagen die Besucher faszinierte.

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