Konstanzer Klimaschutz: Ehrgeizig
Claudia Wagner
Claudia Wagner | Bild: SK
02.12.2016 06:47
Es ist der Preis des Wohlstands: Jeder Konstanzer erzeugt im Schnitt 6,5 Tonnen CO2-Emissionen. Das ist nicht so viel wie in anderen Städten, die mehr Industrie haben, aber es ist viel. Das Ziel ist, diesen CO2-Ausstoß bis 2030 auf drei Tonnen pro Jahr und Kopf zu reduzieren.
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Bürgermeister Langensteiner-Schönborn sagt es klar: Es wird nicht reichen, Erdöl und Gas durch Solarpanele und Blockheizkraftwerke zu ersetzen. „Ohne Einsparung geht es nicht“. Die Konstanzer Emissionen fallen vor allem im privaten Bereich an. Der Wohnraum, den jeder verbraucht, ist zu groß, Wärme- und Stromverbrauch hoch.

Dass die Stadtverwaltung das Thema anpackt, ist gerade deswegen wichtig. Es gibt auch Faktoren, die Mut machen: In der Stadt sind die Bürger offen für ökologische Themen, auch für alternative Verkehrskonzepte. Außerdem herrscht Platzmangel. Dadurch ist es möglich, zwei Probleme zu lösen: Nur wenn man platzsparender baut und wohnt, kann man den Bedarf decken. Durch eine geringere Flächennutzung pro Kopf kann Konstanz Energie sparen. Klar ist auch: Ohne die Bürger wird der Klimaschutz nicht funktionieren. Das Konzept wird Erfolg haben, wenn es die Bürger überzeugt, regenerative Quellen zu nutzen. Jede kreative Idee ist willkommen. Ein Klimaschutzmanager, der Dinge auch gegen Widerstände vorwärts treibt, kann helfen. Das Ziel ist erreichbar, aber ehrgeizig.

claudia.wagner@suedkurier.de
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