Die Gemeinde Wutöschingen investiert rund 360 000 Euro in Straßensanierungen
Die Wendeplatte im Wohngebiet Im Äckerle in Degernau wird repariert und mit einem Feinbelag versehen. Die ursprünglich geplante Fortführung dieser Straße zu einem weiteren Neubaugebiet ist durch die Änderung des Flächennutzungsplans hinfällig.
Die Wendeplatte im Wohngebiet Im Äckerle in Degernau wird repariert und mit einem Feinbelag versehen. Die ursprünglich geplante Fortführung dieser Straße zu einem weiteren Neubaugebiet ist durch die Änderung des Flächennutzungsplans hinfällig. | Bild: Heidrun Glaser
Die Verbindungsstraße von Ofteringen nach Untermettingen droht, über dem Hang abzurutschen und zeigt deutliche Risse. Deshalb wird dieser Bereich saniert.
Die Verbindungsstraße von Ofteringen nach Untermettingen droht, über dem Hang abzurutschen und zeigt deutliche Risse. Deshalb wird dieser Bereich saniert. | Bild: Heidrun Glaser
Teilweise wurde bereits provisorisch repariert und zum Schutz eine Leitplanke angebracht.
Teilweise wurde bereits provisorisch repariert und zum Schutz eine Leitplanke angebracht. | Bild: Heidrun Glaser
Wutöschingen
11.08.2017 18:00
Der Gemeinderat Wutöschingen genehmigt überplanmäßige Ausgaben für dringend nötige Straßensanierungsarbeiten. Mit der Investition von rund 360 000 Euro sollen Flickenteppiche und Risse beseitigt werden.

Bei starken Regenfällen gibt es in Degernau im Bereich der Erzinger Straße (L 163a) immer wieder Probleme mit der Oberflächenentwässerung. Diesbezüglich hat der Gemeinderat bereits in einer öffentlichen Sitzung die Planung für die Änderung der Entwässerungsleitungen vorgestellt. In der jüngsten öffentlichen Gemeinderatssitzung wurden nun die Arbeiten nach der Submission der öffentlichen Ausschreibung vergeben. Nur ein Unternehmen hat ein Angebot abgegeben, sodass der Auftrag über 276 575 Euro an die Firma Klefenz in Waldshut-Tiengen vergeben wurde – trotz einer Überschreitung der geplanten Kostenberechnung um rund 15 000 Euro.

Außerdem entschied der Gemeinderat, die durch die jüngsten Hochwassereinflüsse stark in Mitleidenschaft gezogenen Gehwege auf beiden Seiten der Straße ebenfalls zu sanieren. Dafür fallen circa 51 000 Euro Mehrkosten an. Durch die Beteiligung der zuständigen Fachbehörden des Landes wurden weitere Zusatzarbeiten vereinbart, um die Entwässerungssituation nachhaltig zu entschärfen. Im Bereich der Fahrbahn der L 163a werden zwei zusätzliche Straßeneinläufe und zusätzliche Dränageleitungen eingebaut. „Wir müssen diese Maßnahmen jetzt dringend durchführen, um die Anlieger in diesem Straßenbereich vor einem erneuten Hochwasser zu schützen“, erklärte Bürgermeister Georg Eble.

In diesem Zug werden auch Grab- und Verlegearbeiten für die Erdverkabelung der Stromversorgung durch das Regionalwerk Hochrhein und die Primacom für die Fernseh-, Telefon- und Internetversorgung von der Straßeneinmündung Im Äckerle/Im Rohr bis zur Einmündung Münzweg durchgeführt. Diese Maßnahmen erhöhen die planmäßigen Kosten um weitere 63 500 Euro. Das Land Baden-Württemberg und das Regionalwerk Hochrhein beteiligen sich mit rund 78 700 Euro, den Rest muss die Gemeinde tragen. Im Haushaltsplan 2017 sind lediglich Mittel in Höhe von 147 000 Euro vorgesehen. Der Gemeinderat stimmte dennoch den überplanmäßigen Ausgaben in Höhe von 197 875 Euro zu.

Auch die Reparatur der Gemeindestraße von Ofteringen nach Untermettingen im Bereich des Klosters Marienburg, die auf einer Länge von 50 Metern droht, abzurutschen und starke Rissbildungen aufweist, wurde beauftragt. Die Arbeiten in Höhe von 8244 Euro wurden an die Firma Wolfram Staller in Grafenhausen vergeben und sind ebenfalls im Haushaltsplan nicht vorgesehen.

Als dritte Sanierungsmaßnahme entschied der Gemeinderat eine positive Zustimmung für die Instandsetzung des Oberflächenbelags der Wendeplatte im Wohngebiet Im Äckerle in Degernau und beauftragte dafür ebenfalls die Firma Staller zu einen Angebotspreis von 10 506 Euro. Ursprünglich sollte dort ein weiteres Neubaugebiet anschließen, weshalb dieser Straßenbereich nur provisorisch als Wendeplatte erschlossen wurde. Durch die Änderung des Flächennutzungsplans hat sich diese Erschließung jedoch erübrigt, deshalb wird die Wendeplatte nun als solche repariert und mit einem Feinbelag ausgestattet. Diese Kosten sind ebenfalls überplanmäßige Ausgaben.

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