Zehn Bauplätze weniger im Breit
Wehr
11.08.2017 19:05
In der Feriensitzung des Wehrer Gemeinderats am Dienstag steht auch der Ultraleicht-Flugplatz auf dem Dinkelberg auf der Tagesordnung

Das geplante Öflinger Baugebiet Breit II muss kleiner ausfallen als ursprünglich geplant. Bei den Verhandlungen mit den Grundstückeigentümern durch den Erschließungsträger, einer Tochter der baden-württembergischen Landesbank (LBBW), habe sich herausgestellt, dass der südliche Teil des Areals nicht in das Baugebiet einbezogen werden kann, heißt es in der Vorlage für die nächste Gemeinderatssitzung am Dienstag, 15. August. „Die Eigentümer eines Teils der Flächen sind zwar bereit, ihre Grundstücke zu verkaufen, allerdings nur unter der Bedingung, dass die Überplanung mit einem Bebauungsplan und die Erschließung erst in zehn Jahren erfolgen sollen.“

Gegenüber der ursprünglichen Planung entfallen dadurch etwa zehn Bauplätze. „Dies ist bedauerlich, da sich für die 36 Bauplätze, die im ersten Abschnitt geschaffen werden können, bereits jetzt etwa 100 Interessenten gemeldet haben“, so Bürgermeister Michael Thater. Diese Zahlen zeigten eindrucksvoll, welch erheblicher Bedarf an Bauplätzen aktuell in Wehr bestehe. Stadtplaner Till O. Fleischer war im Gebiet Breit II zunächst von bis zu 45 Baugrundstücken ausgegangen, die 170 Menschen Platz bieten könnten.

Am kommenden Dienstag will der Gemeinderat nun den neuen Planentwurf billigen und über die erneute Offenlage beschließen. Mit Blick auf das städtische Klimaschutzkonzept soll die Versorgung des Wohngebiets mit „kalter Nahwärme“ geprüft werden. Diese klimaneutrale Wärmeversorgung habe sich bei einer ersten Betrachtung als sehr sinnvoll erwiesen, da sie den Bauherren die Einhaltung der Energieeinsparverordnung erleichtere.

Auf der Tagesodrdnung der Gemeinderatssitzung stehen außerdem zwei Themen, mit denen sich der Rat aus formalen Gründen noch einmal befassen muss. Zum einen die Stellungnahme der Stadt Wehr zum beantragten Ultraleicht-Sonderlandeplatz auf dem Dinkelberg. Da ein Stadtrat im Juni befangen war, weil er vor einigen Jahren ein Umweltgutachten für den Antragsteller in dieser Angelegenheit erstellt hatte, war der Beschluss nichtig und muss nun wiederholt werden. Wie im Juni schlägt die Stadtverwaltung nun die Zustimmung zu dem Antrag vor – allerdings mit der Einschränkung von Start- und Landeverbot an Sonn- und Feiertagen. Eine Entscheidung über die Genehmigung des Landeplatzes fällt letzendlich das Regierungspräsidium Stuttgart.

Auch die Änderung des Bebauungsplans „Breitmatt-Klosterhof“ kommt wegen eines Formfehlers am Dienstag noch einmal auf die Tagesordnung. Weil die Anregungen eines Anwohners beim Beschluss im Juni irrtümlicherweise nicht aufgenommen wurden, muss der Satzungsbeschluss wiederholt werden.

Die Sitzung des Gemeinderates beginnt am Dienstag, 15. August, um 19 Uhr im Bürgersaal des Alten Schlosses. Schon um 18.30 Uhr tagt hier der Bauausschuss.
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