Zum Laurentiusmarkt in Grießen kommen nur Unerschrockene
Der traditionelle Laurentiusmarkt in Grießen war aufgrund des schlechten Wetters nur wenig besucht.
Der traditionelle Laurentiusmarkt in Grießen war aufgrund des schlechten Wetters nur wenig besucht. | Bild: Eva Baumgartner
Der traditionelle Laurentiusmarkt in Grießen war aufgrund des schlechten Wetters nur spärlich besucht: Wenige Händler und wenige Kunden waren gekommen.
Der traditionelle Laurentiusmarkt in Grießen war aufgrund des schlechten Wetters nur spärlich besucht: Wenige Händler und wenige Kunden waren gekommen. | Bild: Eva Baumgartner
Der Stand mit syrischen Spezialitäten war eine Bereicherung für den Krämermarkt.
Der Stand mit syrischen Spezialitäten war eine Bereicherung für den Krämermarkt. | Bild: Eva Baumgartner
Klettgau
11.08.2017 19:00
Sowohl einige Händler als auch viele Kunden bleiben wegen des kühlen Wetters dem Laurentiusmarkt in Grießen fern.

Eigentlich sollten die Grießener Krämermärkte das Dorf mit Leben füllen und besondere Tage sein, an denen prall gefüllte, bunte Marktstände die Kunden scharenweise anziehen. Das ist schon lange nicht mehr so. Es mag daran liegen, dass sich das Kaufverhalten der Kunden geändert hat, weshalb diese uralte Tradition des Marktfleckens Grießen mehr und mehr verschwindet. Der große Unsicherheitsfaktor ist immer das Wetter, bei Regen und kühlen Temperaturen bleiben die meisten, egal ob Kunden oder Händler, weg. Das war auch beim traditionellen Laurentiusmarkt der Fall, mitten im August war ein Marktbesuch nur mit Jacke und Regenschirm möglich.

Dennoch gab es einige Wackere, die sich trotz widrigem Wetter auf den Weg nach Grießen gemacht hatten und sich die Laune nicht verderben ließen. Eine besonders treue Seele ist ein Händler aus Riedlingen an der Donau. "Wir lassen die Grießener nicht im Stich", sagte er. Sein großer Stand mit Haushaltswaren, Kurzwaren, Lederwaren und vielen anderen Dingen ist eine verlässliche Anlaufstelle, bei der jeder etwas findet. Bereits nachts um 3 Uhr hat er sich auf den Weg gemacht. Auch wenn die Geschäfte an diesem Tag nicht so gut laufen, scheint er gut gelaunt. Auch auf den Süßigkeitenstand mit gebrannten Mandeln und Magenbrot und vielen anderen Leckereien war wie immer Verlass.

Andere liebgewonnene Markthändler, wie der große Sockenstand, die Händler mit Gewürzen und Tees sind zu diesem Laurentiusmarkt allerdings gar nicht erst nach Grießen gekommen. Dafür gab es Wäsche und Kleidung von bekannten Herstellern bis hin zu günstigen Textilwaren. Wer wollte, konnte sich die aktuelle Staubsaugergeneration eines Markenherstellers erklären lassen oder die Brillengläser mit denen als allerbesten angepriesenen Reinigungsmitteln putzen lassen.

Wie immer waren auch die Grießener Vereine mit Kaffee und Kuchen, Grillwurst und Getränken vertreten. Erstmals wurden zudem syrische Spezialitäten angeboten, organisiert vom Klettgauer Helferkreis für Flüchtlinge. Dort wurde geschlemmt, was das Zeug hält, die überdachten, trockenen Sitzplätze waren ständig voll besetzt. Die syrischen Gerichte fanden reißenden Absatz zur großen Freude der Freude der syrischen Flüchtlingsfrauen. Sie waren eine große Bereicherung für den Grießener Markt.

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