Stefan M. Schneider wird Überlingens erster Wirtschaftsförderer
Stefan M. Schneider wird neuer Wirtschaftsförderer in Überlingen. Bild: Privat
Stefan M. Schneider wird neuer Wirtschaftsförderer in Überlingen. Bild: Privat
Überlingen
12.08.2017 05:58
Der Verwaltungsausschuss des Gemeinderats hat den 50-Jährigen in geheimer Wahl gewählt. Schneider arbeitet derzeit als Wirtschaftsförderer in Nürtingen und wird sein Amt in Überlingen am 15. November antreten.

Stefan M. Schneider, Wirtschaftsförderer in Nürtingen, wechselt nach Überlingen. Der Verwaltungsausschuss des Gemeinderats wählte den 50-Jährigen bereits am 12. Juli in geheimer Wahl zum Wirtschaftsförderer und schuf damit erstmals diese Stelle für Überlingen. Am 15. November wird er sein Amt antreten. In diesen Tagen informierte er sein persönliches Umfeld von seinem Wechsel an den Bodensee, und so bat Schneider darum, mit einer Veröffentlichung seines Namens bis zum Ende dieser Woche zu warten.

Wie Oberbürgermeister Jan Zeitler sagte, freue er sich auf den neuen Mann im Rathaus, dessen Arbeitsstelle nicht nur als Wirtschaftsförderer ausgeschrieben war, sondern auch als Pressesprecher der Stadt und als persönlicher Referent des Oberbürgermeisters. Zeitler: "Wir konnten Herrn Schneider aus einem sehr guten Bewerberfeld herausfiltern. Er bringt Erfahrungen aus einem Berufsfeld mit, das Überlingen braucht." Schneider habe in der Ausschusssitzung "mit Erfahrungen geglänzt", er habe in Nürtingen bisher schon "sehr vielfältige Aufgaben" erfüllt und könne ab 15. November "durchstarten". Zeitler: "Ich habe das Gefühl, wir kommen gut miteinander aus."

Schneider sieht es als seine erste Aufgabe an, die "innere Organisation für die Wirtschaftsförderung zu schaffen" und dann "schnellstmöglich Kontakt zu den Unternehmen zu finden, von A bis Z, vom Handwerker über die Hoteliers zur Industrie". Ein wichtiges Thema sei der Einzelhandel. Er betrachte es als seine Aufgabe, früh- oder vorzeitig über leer stehende Gewerbeimmobilien informiert zu werden. Einerseits könne die Stadt dem Eigentümer beratend zur Seite stehen, andererseits strukturell eingreifen. Bei der Vergabe von Gewerbeflächen gelte es, eine kluge Auswahl zu treffen. "Welche Firma kommt, was bringt sie der Stadt?" Nicht zuletzt wolle er Unternehmer miteinander vernetzen, damit sie sich zwanglos gegenseitig helfen können. "Ich glaube, dass das ein Unternehmen besser an eine Kommune bindet."

Zu seinen Beweggründen für eine Bewerbung in Überlingen sagte er: Nürtingen habe zwar 42 000 Einwohner, damit fast doppelt so viele wie Überlingen, doch sage die Zahl der Einwohner nichts über die Lebensqualität in einer Stadt aus. "Ich wollte wieder Richtung Heimat gehen. Das war mein Beweggrund Nummer eins, und das spannende Aufgabengebiet in Überlingen."

Zur Person

Stefan M. Schneider ist 50 Jahre alt, er ist verheiratet und hat eine Tochter aus erster Ehe. Das M. in seinem Namen steht für Maximilian. Schneider berichtet, dass er in Ravensburg aufgewachsen ist und in Bayreuth Wirtschaftsgeographie mit dem Abschluss als Diplom-Geograf studierte, er arbeitete im Handwerk, "später habe ich angefangen, bei der VWA (Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie) die Wirtschaftsförderung aufzufrischen und bin jetzt Wirtschaftsförderer VWA". Seit fast sechs Jahren arbeite er als Wirtschaftsförderer in Nürtingen, zugleich sei er Geschäftsführer in einem Gewerbezweckverband und kenne von daher die Gremienarbeit. Er wohnt in Pfullendorf, wo er auch nach seinem Amtsantritt in Überlingen wohnen bleibe. (shi)

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