Eine Mehlschwalbe sammelt Material für den Nestbau. Bild: <sup></sup>Karin Jähne/Fotolia
Stadt Friedrichshafen und BUND planen Aktionen für Mehlschwalben
Bild: Karin Jähne Fotolia
Friedrichshafen
21.04.2017 18:08
Das Wohngebiet Fischbach gehört zu den letzten Brutgebieten der Mehlschwalbe in Friedrichshafen. Zusammen mit dem BUND will die Stadt die Vorkommen kartieren. Außerdem sind öffentliche Führungen vorgesehen.

Friedrichshafen – Mehlschwalben sind laut Mitteilung aus der Stadtverwaltung zwar nicht akut vom Aussterben bedroht. Die Abteilung Umwelt des Amts für Bürgerservice, Sicherheit und Umwelt wird jedoch zusammen mit dem BUND im April die Mehlschwalben in Fischbach kartieren, um so feststellen zu können, wie sich die Population verändert hat. Eine vorangegangene Bestandsaufnahme im Gebiet Schreienesch wurde 2004 absolviert. Zudem sind drei öffentliche Führungen geplant.

Die Mehlschwalbe ist die wohl häufigste Schwalbenart. Sie nistet an Hauswänden direkt unter dem Dach. Es ist zu erkennen, dass der Mehlschwalbenbestand in Friedrichshafen zurückgeht. Die Ursachen sind vielfältig. Zum einen findet die Mehlschwalbe auf den versiegelten Flächen kein Material zum Nestbau, zum anderen werden die Nester von den Hausbewohnern leider oft abgeschlagen, um Verschmutzungen an den Hauswänden zu verhindern. Im Laufe des Monats April kehren die Mehlschwalben aus ihrem afrikanischen Winterquartier zurück an den Bodensee. Um über die Mehlschwalben und ihre Lebensräume zu informieren, bieten die Abteilung Umwelt und Naturschutz der Stadt Friedrichshafen, das Naturschutzzentrum Eriskirch und der BUND Friedrichshafen drei Exkursionen zum Thema „Schwalben“ an.

Die erste Führung ist am Sonntag, 23. April, und beginnt um 15 Uhr beim Cap Rotach. Treffpunkt ist der Parkplatz an der Rotachmündung. Geführt werden die Teilnehmer von Gerhard Kersting vom Naturschutzzentrum Eriskirch. Die Führung dauert bis etwa 17 Uhr. Eine weitere Führung ist für Mittwoch, 31. Mai, vorgesehen. Los geht es vom Hohenstaufenplatz nach Schreienesch. Beginn des Spaziergangs ist um 19.30 Uhr. Treffpunkt ist der Hohenstaufenplatz. Die Führung dauert bis 21 Uhr. Ein interessanter Abendspaziergang mit Naomi Barker von der Abteilung Umwelt und Naturschutz der Stadt Friedrichshafen, bei dem die Teilnehmer Einblicke in das Leben der Mehlschwalben erhalten. Am Mittwoch, 21. Juni, laden Stadt und BUND Friedrichshafen zu einem Abendspaziergang mit Einblicken in das Leben der Mehrschwalben ein. Treffpunkt wird auf dem Doktor-Rueß-Platz bei der Alten Kirche in Fischbach sein. Außerdem plant das "Grüne Klassenzimmer" Aktionen zu den Mehrschwalben im Lernbiotop an der Margaretenstraße.

Das Wohngebiet Fischbach gehört laut Stadtverwaltung zu den letzten Brutgebieten der Mehlschwalbe in Friedrichshafen. Deshalb sollen die Nester ab April an den Wohnhäusern kartiert werden. Dazu ist die Hilfe der Bewohner notwendig. Wer Nester von Mehlschwalben entdeckt, ob bei sich am Haus oder in der Nachbarschaft, kann seine Beobachtungen in einen Erfassungsbogen eintragen. Der Erfassungsbogen wird zusammen mit einem Infoflyer verteilt. Wer Neststandorte in seinem Wohngebiet mit dem Erfassungsbogen meldet und abgibt, nimmt an einer Verlosung mit attraktiven Preisen teil.

"Häfler Mischung" für Garten und Balkonbeet

  • Mit einfachen Maßnahmen kann man Mehlschwalben eine Nistmöglichkeit anbieten. Dabei und bei der Beschaffung bietet die Abteilung Umwelt und Naturschutz (AUN) der Stadt Friedrichshafen den Bewohnern des Wohngebiets Fischbach ihre Hilfe an.
  • Wer den Mehlschwalben zu mehr Nahrung verhelfen und seinen Garten entsprechend gestalten möchte, kann bei der Abteilung Umwelt und Naturschutz eine eigens für Friedrichshafen konzipierte Blühmischung, die „Häfler Mischung“, kostenlos anfordern oder abholen und in den Garten oder in das Balkonbeet einsäen.
  • Die Blühmischung „Häfler Mischung“ sowie die Nester für die Mehlschwalben können beim Amt für Bürgerservice, Sicherheit und Umwelt, Abteilung Umwelt und Naturschutz, Eckenerstraße 11, Friedrichshafen, kostenlos angefordert oder abgeholt werden.
  • Informationen zur Aktion „Die Mehrschwalbe – ein schützenswerter Glücksbringer“ gibt es beim Amt für Bürgerservice, Sicherheit und Umwelt, Abteilung Umwelt und Naturschutz, Eckenerstraße 11, Friedrichshafen, per E-Mail: umweltamt@friedrichshafen.de oder unter der Telefonnummer 0 75 41/2 03 21 91.
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