Die Daisendorfer Schützen richten ihre Anlage für den Sommerbetrieb her. Die Schießstände erhalten zusätzlich zu den Sandfängen bald teure Stahlkugelfänge. Bild: Mardiros Tavit Mit einer Traumzustimmung von 100 Prozent wählten die Daisendorfer Schützen ihren Vorstand. (von links) Pistolenreferent Harald Fischer, Kassenwart Friedrich Trieftshäußer, Pressewart Markus Morgen, Jugendwart Patrick Brugger, Sportwart Philipp Großhardt, Erster Vorsitzender Erhard Fröhlich, Zweiter Vorsitzender Daniel Reuble, Schriftsteller Christian Weibler, Gewehrreferent Adrian Häusler. Die Daisendorfer Schützen richten ihr Schießanlage für den Sommerbetrieb her. Die Schießstände erhalten zusätzlich zu den Sandfängen bald kostspielige Stahlkugelfänge. Bild: Mardiros Tavit
Daisendorfer Schützenverein muss Kugelfänge am Schießstand erneuern
Daisendorf
21.04.2017 14:09
Die Aufsichtsbehörde fordert die Sanierung des Schießstands. In der Hauptversammlung stimmen die Mitglieder 40 000 Euro-Investition mehrheitlich zu

Daisendorf (mt) Eine teure Überraschung gab es bei der Hauptversammlung des Schützenvereins. Die Kugelfänge der Schießanlage müssen erneuert werden. Am Morgen der Versammlung waren ein Vertreter der Aufsichtsbehörde beim Landratsamt und ein Sachverständiger zur Begutachtung der Schießanlage gekommen. Bis auf zwei Anmerkungen zeigten sie sich hochzufrieden.

Am Pistolenstand muss die Grasnarbe geändert werden. Die zweite Beanstandung ist für den Schützenverein folgenreicher. "Wir müssen die Kugelfänge erneuern, sonst bekommen wir keine Betriebserlaubnis", referierte Sportwart Philipp Großhardt in der Versammlung. Das wird teuer. "Vor einigen Monaten haben wir uns vorsorglich Angebote eingeholt. Für alle Stände kommen Kosten von 35 000 bis 40 000 Euro zusammen", so Großhardt.

Die heutigen Sandkugelfänge bestehen schon seit zwölf Jahren und sind nun voller Blei. Das Filtern des Sandes ist sehr aufwendig. Für zehn Meter würde das schnell 30 000 Euro kosten, da in diesem Fall der Sand von einer Spezialfirma gereinigt werden müsse, weil Blei belasteter Sondermüll ist. "Wir können die Sandfänge so belassen wie sie sind, wenn wir Stahlkugelfänge vorsetzen, damit wäre der Inspektor einverstanden", schloss Großhard ab. Der Schützenverein bräuchte 35 Meter Stahlkugelfänge, durch die über 95 Prozent der Kugeln abgefangen werden, der Rest lande weiterhin im Sand dahinter.

Die Mitglieder sahen sich vor die Wahl gestellt, das Geld zu investieren oder die Anlage schließen zu müssen. Peter Heber, ehemaliger Vorsitzender und Ehrenmitglied, meinte, das Finanzielle sein machbar. "2010 hatten wir auch Schulden von rund 77 000 Euro. Man kann das schaffen. Wir schaffen das", schloss Heber ab.

Kassenwart Friedrich Trieftshäußer hatte zuvor über den Kassenstand referiert. Von der Investition in das neue Dach sei die Hälfte zurückbezahlt. "Wir können zur Zeit im Jahr rund 25 000 Euro für den Schuldenabbau aufbringen", so Trieftshäußer. Bei einer Gegenstimme beschloss die Versammlung die notwendige Investition.

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