Ab Ende kommender Woche wird der Blitzer in der Markdorfer Straße in Bermatingen einsatzbereit sein. Bild: Jan Manuel Heß
Blitzer in Bermatingen ist einsatzbereit
Bermatingen
21.04.2017 18:30
Nach fast sechs Monaten steht die Messsäule in der Tempo-30-Zone in der Ortsdurchfahrt in Bermatingen unter Strom

Bermatingen (jmh) Die Ungewissheit für die Autofahrer in Bermatingen hat ab Ende kommender Woche ein Ende. Dann nämlich wird die Messsäule, im Volksmund Blitzer genannt, an der Markdorfer Straße einsatzbereit sein, wie Robert Schwarz, Pressesprecher des Bodenseekreises, auf SÜDKURIER-Anfrage mitteilte. Bisher stand der Blitzer noch ohne Strom da und erfasste keine Verkehrsteilnehmer, die die Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 Stundenkilometern überschritten hatten, auch wenn schon durchaus eine geschwindigkeitsdrosselnde Wirkung festzustellen war.

Insgesamt gestaltete sich das Projekt schwieriger als zunächst angenommen. Während die Messsäule bereits Mitte November 2016 stand, zeigte sich, dass die Stromversorgung um einiges umfangreicher und komplexer ausfallen werde. Eine Variante bestand darin, die Stromversorgung vom Rathaus aus herzustellen. Die Gemeindeverwaltung hatte diese Lösung jedoch aufgrund zu großer Einschränkungen durch die damit anfallenden Baumaßnahmen an einem hoch frequentierten Bereich wie dem Rathausareal abgelehnt. "Aus unserer Sicht macht es keinen Unterschied, von welcher Seite der Strom kommt, nur würden bei der Buchberg-Variante nicht so viele zentrale Parkplätze wegfallen", erklärte Bürgermeister Martin Rupp im Februar. Ab Mitte März wurde in zwei Abschnitten von der Buchbergstraße ausgehend eine Stromleitung gelegt.

Technisch unterscheidet sich die Anlage von den sogenannten Starenkästen, wie beispielsweise in Ittendorf, dadurch, dass es keine Induktionsschleifen in der Fahrbahn gibt. Die Messsäule ist mit modernster Lasermesstechnik ausgestattet und kann beide Fahrbahnen gleichzeitig kontrollieren. Ein mechanisches Ausrichten der Anlage fällt ebenfalls weg.

Die im Lärmaktionsplan der Gemeinde aufgelisteten Maßnahmen für eine lärmreduzierende Geschwindigkeitsbeschränkung sehen unter anderem Kontrollen oder bauliche Maßnahmen vor. Die Reduzierung auf 30 Stundenkilometer soll eine Senkung des durch den Verkehr erzeugten Straßenlärms bewirken.

0 Kommentare