Mit welchen Tricks bei der Mehrwertsteuer betrogen wird
Grüne Zettel am Zoll. l
Grüne Zettel am Zoll. l | Bild: PRIVAT
28.06.2017 19:36
Die Maschen der Steuer-Betrüger sind vielfältig, wir geben Ihnen hier eine Übersicht.
Rückführung: Man hat die in Deutschland gekaufte Ware dabei, wenn man beim deutschen Zoll an der Grenze einen Stempel auf dem Grünen Zettel holt. Nach der Einfuhr in die Schweiz fährt man mit der Ware wieder zurück über die Grenze. Das ist illegal, sofern bei der Rückführung nicht wieder Steuer an den Deutschen Fiskus gezahlt wird.

Keine Ausfuhr: Man übergibt die gekaufte Ware bereits in Deutschland und lässt den Grünen Zettel am Zoll abstempeln. Das Problem: Wer beim Zoll einen Ausfuhrschein für die Mehrwersteuer-Befreiung abgibt, muss auch die Waren mit sich führen. Der Zoll kann nur Stichproben machen.

Identität unklar: Der Käufer erfüllt die Abnehmereigenschaften nicht, ist z. B. nicht Bürger der Schweiz, gibt sich aber als solcher aus oder hat als Bürger der Schweiz seinen ständigen Wohnsitz in der EU. Hierbei ist es für die Zollverwaltung beim Grenzübertritt teilweise schwierig, Passdokumente der Schweiz und anderer Länder zutreffend einzuordnen.

Sammeln: In der Schweiz wohnende Personen sammeln im Ladengeschäft liegengelassene Kassenbons anderer (deutscher) Kunden aus Einkaufswagen ein und lassen diese von der Zollverwaltung in Stoßzeiten abstempeln. Ein Risiko, dabei entdeckt zu werden, besteht dabei faktisch nicht, denn Kontrollen sind angesichts der 11,23 Millionen Grünen Zettel im Bezirk Singen 2016 eher selten.

(nik)
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