Im Alb-Bot' stoht's: Das geschah in der Region vor 25, 50, 75 und 100 Jahren
Kreis Waldshut
04.07.2017 20:00
Vor 50 Jahren freut sich der Autor des Alb-Bote-Artikels über Farbfernsehen. Vor 100 Jahren richtet der Alb-Bote einen Appell an Imker, ihren Honig nicht an Hamsterkäufer abzugeben, die diesen später zu Wucherpreisen verkaufen.

Vor 25 Jahren

Waldshut – „Die Eintragung ins Vereinsregister ist erfolgt, die Gemeinnützigkeit anerkannt“, dies berichtete der Alb-Bote in seiner Ausgabe am 4. Juli 1992 über die Gründung des Trägervereins für ein Frauen- und Kinderschutzhaus in Waldshut. Dessen damalige Vorsitzende Petra Strauß hatte neben der Finanzierungsfrage das nicht minder große Problem, geeignete Räumlichkeiten für das geplante Frauen- und Kinderschutzhaus zu finden. Gedacht war dabei beispielsweise an eine Wohnung, die acht bis zehn Frauen, Müttern und Kindern in Notsituationen den nötigen Raum und Schutz bieten könnte. der damalige Landrat Bernhard Wütz hatte dem Trägerverein eine Starthilfe des Landkreises Waldshut in Höhe von 5000 D-Mark zugesagt und gleichzeitig deutlich gemacht, auch die Städte und Gemeinden im Landkreis Waldshut seien für die Unterstützung gefordert. Einige Kommunen hatten ihre finanzielle Unterstützung bereits signalisiert, mit weiteren Bürgermeistern der Region wollte der Trägerverein umgehend Gespräche aufnehmen.

Bonndorf – „Das ursprünglich für das letzte Juli-Wochenende geplante neunte Schlossfest wird abgesagt“, berichtete der Alb-Bote in seiner Ausgabe am 6. Juli 1992 dun weiter: „In der Sondersitzung der Schlossfestvereine kam ein einstimmiger Beschluss zustande. Damit akzeptierten die Vereinsvertreter eine Empfehlung des Ältestenrats des Gemeinderats Bonndorf und des stellvertretenden Bürgermeisters Harald Wieshaar. In einer Grundsatzerklärung hatte der Vorsitzende des Bonndorfer Schlossfestkomitees, Peter Rombach, darauf hingewiesen, dass Schmerz und Trauer nach dem tragischen Flugzeugabsturz von Bürgermeister Peter Folkerts, Norbert Ketterer und ihrer beiden Begleiter tief sitzen.

Man könne nicht einfach zur Tagesordnung übergehen, sondern müsse Verzicht üben und auch nach außen hin die Trauer dokumentieren, um damit den Toten eine letzte Ehre zu erweisen.“

Vor 50 Jahren

Kreis Waldshut – „Der Bildschirm wird farbig“, berichtete der Alb-Bote in seiner Ausgabe am 1. Juli 1967. „Den gewissermaßen farbigen Beweis lieferten gestern die Fachgeschäfte. In hervorragender Bildwiedergabe konnte man Shakespeares ,Sommernachtstraum’ im Farbfernsehen verfolgen. Offiziell wird das Farbfernsehen in der Bundesrepublik Deutschland erst am 25. August 1967 aufgenommen. Schon jetzt aber werden täglich von 7.45 bis 9.45 Uhr Farbfernsehsendungen im Ersten Programm, ab 3. Juli auch von 14.30 bis 16.30 Uhr im ZDF ausgestrahlt. Mit dem Abendprogramm wird am 25. August begonnen. Gegenwärtig kostet ein Farbfernsehgerät ungefähr das Dreifache eines gewöhnlichen Schwarz-Weiß-Empfängers“, heißt es abschließend im Bericht des Alb-Bote.

Vor 75 Jahren

Tiengen – „Mit Wirkung ab 2. Juli wurde Hauptlehrer Eck, bisher in Waldshut, als Schulleiter an die Volksschule Tiengen angewiesen“, berichtete der Alb-Bote in seiner Ausgabe am 4. Juli 1942. „Hauptlehrer Franke, der seit einem Jahr Aushilfsdienst in Breitenfeld versieht, hat dort den vollen Schuldienst übernommen. Über den Beginn der Sommerferien wird demnächst bestimmt werden. Sie treten entweder am 18. oder 27. Juli ein“, kündigt der Bericht des Alb-Bote an.

Vor 100 Jahren

Kreis Waldshut – „Der Honighandel ist gegenwärtig im Schwung“, berichtete der Alb-Bote in seiner Ausgabe am 4. Juli 1919. „Die Nachfrage ist sehr groß. „Auch die Oberhamster stellen sich ein, die den Honig in großen Mengen aufkaufen, um, wenn er noch mehr gilt als jetzt, ihr Wuchergeschäft zu machen. Wir möchten den Bienenzüchtern empfehlen, nicht immer die unersättlichen Riesenhälse füttern zu helfen, sondern sich daran zu erinnern, dass auch arme Leute mit kranken Angehörigen gern einmal ein wenig Honig hätten. Man gebe es solchen Leuten doch lieber, als dass man die Großhamster füttere, die, wie es schon vorgekommen sein soll, 40 Pfund und noch mehr für ihren Privathaushalt zusammenschleppten und noch nicht genug haben“, heißt es im Bericht des Alb-Bote.

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