Im Alb-Bot' stoht's: Das geschah in der Region vor 25, 50, 75 und 100 Jahren
Kreis Waldshut
20.04.2017 20:00
Vor 75 Jahren brennt ein Haus in Görwihl nieder, weil zwei Jungen mit dem lupenförmigen Glas einer Taschenlampe ein Feuer gelegt haben.

Vor 25 Jahren

Eggingen – Die Fertigungshalle der Zimmerei Gäng in Eggingen wurde in der Nacht von 11. auf 12. April 1992 ein Raub der Flammen. Vom aufgeregten Bellen eines Hundes aus der Nachbarschaft war der Juniorchef der Zimmerei am 12. April kurz nach 2 Uhr morgens geweckt worden, ist einem entsprechenden Artikel des Alb-Bote zu entnehmen. Der Juniorchef sah demnach bereits hohe Flammen aus der Fertigungshalle schlagen und löste Alarm aus. Die Feuerwehren Eggingen und Stühlingen mussten die Fertigungshalle verloren geben, konnten jedoch das Übergreifen der Flammen auf das benachbarte Wohnhaus sowie auf die Lagerhalle und das Büro verhindern. Den größten Egginger Brand seit vielen Jahren hatten die Einsatzkräfte erst Stunden später unter Kontrolle. Der Sachschaden wurde auf etwa eine Million Mark geschätzt.

Kreis Waldshut – „Kaum hatte die Polizei ein illegales Spielcasino in Lottstetten geschlossen, da waren die Zocker, frech wie Oskar, bereits wieder am Werk“, berichtete der Alb-Bote in seiner Ausgabe vom 25. April 1992. „Nach der Razzia am 10. April gab der Betreiber des illegalen Clubs nur ein paar Tage Ruhe. Doch spätestens seit Anfang dieser Woche, so die Erkenntnisse der Polizei, lief der Glücksspielbetrieb wieder. Am Donnerstagnachmittag griff die Polizei erneut ein. Vier Gäste saßen am neu angeschafften Roulette-Spieltisch, der, zusammen mit dem Spielgeld, beschlagnahmt wurde. Die sechs Polizeibeamten zogen dieses Mal nicht ab, ohne die Räume zu versiegeln. Nach Darstellung der Polizeidirektion setzt sie alles daran, ein Wiederaufflammen des 1991 erfolgreich bekämpften illegalen Glücksspiels am Hochrhein zu verhindern“, schreibt der Alb-Bote.

Vor 50 Jahren

Tiengen – Aufgespießt vom eisernen Geländer der Schlüchtbrücke zwischen Tiengen und Waldshut wurde um die Mittagszeit des 23. April 1967 ein 18-jähriger Autofahrer aus Tiengen. Er war laut dem Bericht des Alb-Bote auf der Bundesstraße 34 von Tiengen kommend ins Schleudern geraten und mit voller Wucht gegen das Brückengeländer geprallt. Dabei durchbohrte der eiserne Handlauf des Geländers den Körper im Bereich der Milz. Erst die Feuerwehr konnte den Schwerverletzten vom Geländer befreien, indem sie das Eisenstück vor und hinter dem Körper durchtrennte. Mit dem noch im Körper steckenden Geländerteil wurde der Verletzte ins Krankenhaus Waldshut gebracht, wo mit einer Operation erfolgreich um das Leben des jungen Mannes gerungen wurde, heißt es im Bericht des Alb-Bote.

Vor 75 Jahren

Görwihl – „Im Haus des Eugen Rüd in Görwihl brach Feuer aus, dem dieses bis auf die Mauern zum Opfer fiel“, berichtete der Alb-Bote in seiner Ausgabe vom 20. April 1942. „Die Brandursache war zunächst unbekannt. Nun hat sich herausgestellt, dass ein sieben- und ein zehnjähriger Junge dieses verursacht haben. Die Jungen hatten das lupenförmige Glas einer Taschenlampe als Brennglas in die Sonne gehalten und den Brennpunkt durch ein Fenster des Hauses auf aufgeschichtetes dürres Laub gerichtet, das alsbald zu brennen anfing. Diesem Feuer fiel in der Folge das ganze Haus zum Opfer. Man sieht daran wieder, wie sorgsam Kinder behütet werden müssen, wenn sie solche zwar harmlos aussehende, aber gerade in Kinderhänden gefährliche Brennlinsen herumtragen“, mahnt der Autor des Berichts im Alb-Bote.

Vor 100 Jahren

Waldshut – „In der Familie des Alb-Bote-Redakteurs Heinrich Zimmermann (Bruder des Alb-Bote-Verlegers Carl Zimmermann) ist herbes Leid eingekehrt“, berichtete der Alb-Bote am 21. April 1917. „Nach kurzem, aber schwerem Krankenlager, wurde ihr heute Morgen die treusorgende Gattin und Mutter, Kätchen Zimmermann (50), durch den unerbittlichen Tod entrissen. An ihrer Bahre trauern neben ihrem treuen Lebensgefährten, dem sie stets eine sich aufopfernde, selbstlose Fürsorgerin war, eine Tochter und ein Sohn, letzterer im Felde stehend, sowie eine zahlreiche Verwandtschaft. Früh, allzu früh, ist die Gute, immer Lebensfrohe, von uns gegangen.“

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